Sep 112013
 

Wer kennt das nicht?  Man hat sich für eine Aktie entschieden, doch plötzlich wandert deren Kurswert ins Minus. Das ist kein gutes Gefühl. Man fühlt sich irgendwie auf der Verliererseite. Vor allem wenn die Verlustphase länger andauert, werden schnell mal gute Aktien verkauft. Viele geben daraufhin ihre Aktieninvestments auf, weil man angeblich „kein Glück mit Aktien hat“. Dabei wird gerne der eigentliche Sinn und Zweck von Aktien vergessen: Durch Aktien sollen eigentlich keine Gewinne durch Wertsteigerungen erzielt werden, sondern ein passives Einkommen durch Dividenden erworben werden.
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Verlustaktie Nummer 1: Die T-Aktie

Die wohl bekannteste Verlustaktie in Deutschland war/ist die Telekom-Aktie. Zahlreiche Privatpersonen steckten ihr gesamtes Vermögen in dieses stark beworbene Papier, als dieses bereits hoffnungslos überbewertet war. Nach recht kurzer Zeit hatte das Vermögen im schlimmsten Fall 90% an Wert verloren. Seither gibt eine regelrechte Aktienphopie in Deutschland. Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in Aktien investiere, werde ich schon jetzt als armer Schlucker gesehen, der bald sein ganzes Vermögen verlieren wird. Der Telekom-Schock sitzt bei vielen noch sehr tief. 

Man kann zwar das Risiko eine Verlustes zwar minimieren, indem man in wertvolle Unternehmen investiert, ausschließen kann man es nie. Die Telekom war gemessen an dem Kurs während den Hochphasen definitiv kein wertvolles Unternehmen mehr.
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Starkes Unternehmen?

Vor der Frage, wie man sich in einer Verlustphase verhält, muss man sich die Frage stellen, ob es sich um ein Investment in ein qualitativ hochwertiges Unternehmen handelt, das gezielt als langfristiges Investment mit Blick auf ein stabiles dauerhaftes passives Einkommen handelt. Die zweite Frage ist, ob der Kurssturz durch lediglich kurzfristige Probleme oder eine Krise verursacht wurde, die den gesamten Markt betrifft.
Können beide Fragen mit „Ja“ beantwortet werden, sollte man die Aktie halten oder noch besser: nachkaufen. Krisen und Kursstürze sollte man als Chancen auffassen um Qualitätsaktien günstig nachzukaufen, da man oft eine wesentlich höhere Dividendenrendite erzielen kann, als wenn die Kurse recht hoch sind. Unternehmen wie Coca Cola oder Procter & Gamble erhöhen seit Jahrzehnten jährlich ihre Dividenden – auch in Krisenzeiten, in denen die Kurse ordentlich nach unten gebügelt wurden. Das liegt daran, dass diese Unternehmen auf der einen Seite nur einen Teil ihres Gewinns als Dividende ausschütten und auf der anderen Seite eine starke Eigenkapitalquote haben.

Handelt es sich jedoch um ein marodes Unternehmen, von dem man nicht überzeugt ist, oder das von Anfang an kein Qualitätsunternehmen war, solltest du dir überlegen, die Aktien zu verkaufen und den verbleibenden Erlös in ein Qualitätsunternehmen zu investieren, dass dir mit großer Wahrscheinlichkeit ein dauerhaftes Einkommen einzubringt.
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Im Vorfeld richtig Investieren

Die oben genannten Gedanken sollte man sich übrigens schon vor jedem Investment machen und sich daher folgende Frage stellen: Angenommen diese Aktie, die ich kaufen möchte, gerät stark ins Minus. Würde ich auch dann noch Aktien von diesem Unternehmen nachkaufen? Lautet die Antwort „Ja“, spricht dies für ein gutes Investment. Hierzu empfehle ich meinen Artikel über die Auswahl guter Dividendenaktien.
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Fazit

Es ist nichts außergewöhnliches, dass auch eine gute Aktie ins Minus gerät. Das kann sogar über längere Zeit sein. Bedenke, dass das Ziel deiner Investments ein dauerhaftes passives Einkommen ist und nicht Kurssteigerungen. Somit kann man auch in Verlustzeiten ein Dividendeneinkommen erzielen, wenn man seine Investments von vornherein sorgfältig ausgewählt hat.
Aktien, die im Rahmen einer Dividendenstrategie gekauft wurden bzw. verkauft werden, sind von diesem Artikel nicht betroffen. Hier wird auch in Verlustphasen einfach die Strategie durchgezogen.

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