Apr 122015
 

Seit 36 Jahren erhöht McDonald´s jährlich seine Dividendenausschüttungen. Doch der Konzern steckt in Schwierigkeiten: Immer weniger Leute haben Lust auf Burger. Während der Konzern in 2013 noch einen Gewinn von 5,5 Millarden hatte, sank dieser auf 4,8 Milliarden.

McDonald´s selbst versucht nun durch erweiterte Angebote der geringen Nachfrage entgegenzuwirken. So wird gibt es Pläne für die Möglichkeit mit einem Tablet eine Bestellung aufzugeben und das Essen serviert zu bekommen. Des Weiteren soll das Angebot für Vegetarier erweitert werden.

Dividendenerhöhungen bei MC Donald´s in der Zukunft?

Die Frage die sich bei dem allen stellt, ist ob nach 36 weiterhin die Dividende jährlich erhöht werden kann.
Nun, die aktuelle Dividende liegt bei 3,28 $ pro Aktie. Bei einer Erhöhung auf 3,45 $ (Gewinn pro Aktie = 4,82 $) würde die Ausschüttungsquote bei 70%. Das wäre zwar eine recht hohe Ausschüttungsquote (eigentlich sollte diese maximal 60% betragen), sollte McDonald´s seinen Gewinn künftig wieder steigern können, wäre dies ein einmaliger Fall.

Ich denke daher nicht, dass McDonald´ die Dividende dieses Jahr senkt. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Gewinne künftig wieder steigen werden. Eine schlechte Zeit hat jedes Unternehmen mal.

Apr 122015
 

Wer in Deutschland nach Dividendenchampions sucht hat ein großes Problem: Es gibt so gut wie keine. In der Liste der Dividendenchampions auf MyDividends werden lediglich Fresenius und Fresenius Med Care aufgeführt. Bei einer Dividendenrendite von unter einem Prozent ist es jedoch schwierig sich mit diesen Aktien ein nennenswertes passives Einkommen aufzubauen.

Ein meines Erachtens für eine langfristige Investition interessantes Unternehmen ist BASF. BASF (Badische Soda und Anilin Fabrik) ist ein weltweit führendes Chemieunternehmen aus Ludwigshafen, das sich auf Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Planzenschutz und Ernährung und Öl- und Gasförderung spezialisiert.

(Kurze) Geschichte der BASF

BASF wurde am 06.04.1865 als Farbproduzent in Mannheim von Friedrich Engelhorn gegründet. Zwanzig Jahre später hatte das Unternehmen bereits Niederlassungen in Frankreich, Russland, USA und China. Bereits in den ersten Jahrzehnten zeigte sich BASF als Vorreiter für eine in dieser Zeit nicht übliche Arbeitnehmerfreundlichkeit: Betriebskrankenkasse, Urlaubsregelung, Bereitstellung von Werkswohnungen, Gesundheitsschutz sind nur einige Maßnahmen, die für die Arbeitnehmer der BASF eingeführt wurden.
Nach dem ersten Weltkrieg konfiszierten die Siegermächte zahlreiche Patente im Ausland; ausländischen Betriebstäten wurden beschlagnahmt und das Hauptwerk der BASF monatelang von den Franzosen besetzt.
Aufgrund der Auswirkungen des Diktatfriedens von Versailles und dem mit der Niederlage des deutschen Kaiserreichs zusammenhängenden Einfall der Franzosen in die linksrheinischen Gebiete verhinderten den Wiederaufbau des Unternehmens.
Daher schloss sich BASF mit fünf weiteren Firmen (darunter Bayer und Hoechst) zur i.G. Farben zusammen. Der Firmensitz wurde nach Frankreich verlegt.
Es folgen zahlreiche Erfindungen des Unternehmens wie neue Düngemittel, Blutplasmaersatz, Magnetophon, Frostschutzmittel…
Nach dem zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Werke der I.G. Farben zerstört. Die I.G. Farben selbst wird entflechtet. Am 30.01.1952 wir die BASF neu gegründet Stück für Stück erfolgte in den folgenden Jahren der Wiederaufbau.
Vom Wirtschaftsaufschwung der 50er Jahre kann auch die BASF profitieren

Was spricht für eine Investition in BASF als langfristige Anlage?

Nun gehört BASF nicht zu den Dividendenchampions im wörtlichen Sinn, da das Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Dividendenausschüttung nicht jedes Jahr erhöht, ja sogar in 2010 von 1,95 € auf 1,70 € pro Anteil verringert hat. Dennoch ist BASF für seine anlegerorientierte Dividendenpolitik bekannt und ist bestrebt seine Ausschüttungen jährlich zu erhöhen, was in den vergangenen Jahren auch meistens funktionierte. Derzeit (für das Jahr 2014) liegt die Dividendenausschüttung bei 2,80 € was einer Rendite von ungefähr 3,5% entspricht. Dabei werden lediglich 50% des Jahresgewinns ausgeschüttet, was für eine verantwortungsbewusste Dividendenpolitik spricht. Von 2005 bis 2014 hat BASF seine Dividende fast verdreifacht.

Wichtig ist auch, dass BASF derzeit eine starke Eigenkapitalquote von 37% hat, was im Vergleich zu den DAX-Kollegen eine starke Eigenkapitaldecke darstellt. Ebenfalls spricht für ein Investment in BASF die breite regionale Streuung. In allen Industrieländern ist BASF oder deren Tochterfirmen vertreten. Das Unternehmen ist somit nicht nur vom deutschen Markt oder von Europa abhängig.

In den vergangenen sieben Jahren (seit 2007) konnte die BASF sowohl ihren Umsatz (ca. 30%) als auch ihren Gewinn (ca. 80%) erheblich steigern. Es gab zwar sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zwischendurch immer wieder erhebliche Einbrüche, insgesamt kann man jedoch sagen, dass das Unternehmen gewachsen ist.

Die Schätzung auf Finanzen.net prognostizieren in Bezug auf Umsätze, Gewinn, Buchwert, Eigenkapitalquote und Dividende bis 2018 ein deutliches Wachstum. Auch wenn diese Schätzungen natürlich keine treffsicheren Vorhersagen sind, zeigen Sie doch, dass die nahe Zukunft von BASF von Experten sehr positiv gesehen wird.

Was spricht gegen ein Investment in BASF

Gegen ein Investment in BASF spricht derzeit eigentlich nur der in den vergangenen Monaten stark gestiegene Aktienkurs von fast 97 €. Mit einem KGV von über 15 ist die Aktie nicht mehr so günstig zu haben wie vor einigen Monaten. Derzeit sind jedoch die Aktienkurs im Allgemeinen derart gestiegen, dass man vorsichtig mit Investitionen in Aktien sein sollte. Aufgrund der Entkoppelung des schweizer Franken vom Euro sind für Schweizer Aktien außerhalb der Schweiz besonders günstig. Deshalb investieren nun viele in diesem Land auch in deutsche Aktien, was natürlich die Indizes in die Höhe treibt. Man weiß jedoch nie wann eine Korrektur erfolgt und die Kurse wieder fallen. Ich halte es daher für ratsamer anstatt eines Einmalinvestments einen Sparplan anzulegen, oder eben auf eine Korrektur zu warten.

Jun 232014
 

Wer kennt sie nicht: “Die Gebrauchsanweisung für den Mann”. Ich weiß jetzt nicht wie viele Männer die Augen rollen, wenn diese Werbung mal wieder in der Unterbrechung läuft, aber ich wette es sind schon einige. Und etwas nervig ist die Werbung schon. Vor allem, wenn man sie schon das fünfzigste Mal sieht: Die Werbung für das Deo “Dove”.

netherlands

Unilever wurde von dem niederländischen Margarineproduzent Simon van den Bergh gegründet.

Übertroffen wird das Ganze höchstens von dem grinsenden, italienischen Chefkoch (Ich unterstelle mal, dass er Italiener ist.) mit dem Slogan: “Typisch italienisch”. Oder “Wir Italiener genießen mit die ganze Körper.” Jedes Mal wenn ich, diese Werbung sehe tun mir die Italiener leid. Den Koch finde ich zwar recht sympathisch, ich glaube allerdings nicht, dass Italiener dem “typisch italienisch” so zustimmen würden. Es handelt sich um die Werbung für die Knorr-Bolognese.

Ich bin sicher, dass sich jeder, der diese Werbespots einmal gesehen hat, sich für lange an diese erinnern wird. Sie bleiben im Gedächtnis, da sie so einen gewissen Nerv-Faktor haben. Da ist nichts mit heiler Kuschelwelt wie bei Nestle oder Procter & Gamble. Die Werbespots provozieren. Ein bisschen zumindest. Oder könnt ihr euch sofort an eine Nestle- oder Procter & Gamble Werbung erinnern. Wahrscheinlich nicht. Die Nerv-Krone trägt zwar Nivea mit “Ihr armen Männer”, aber man muss es ja nicht übertreiben:-).

Unilever – ein britisch-niederländischer Konzern

Sowohl Dove als auch Knorr gehören zu dem britisch-niederländischen Konzern Unilever. Darüber hinaus vereinigt der Konzern zahlreiche Marken wie Rama, Omo, Lipton, Bifi (wurde 2014 verkauft), Lagnese, Bertolli, Pfanni, Du Darfst… unter seinem Dach.

Unilever wurde 1888 in Kleve (Deutschland) von einem niederländischen Margarinefabrikant gegründet. Grund für die Firmengründung in Deutschland waren die hohen Schutzzölle, die das Kaiserreich für Einfuhren erhob. Denn was in Deutschland produziert wird, muss nicht eingeführt werden.

Dividende
Zugegebenermaßen ist Unilever kein so treuer Dividendenzahler wie Procter & Gamble oder Coca Cola. Im Jahr 2009 reduzierte das Unternehmen seine Dividende um ca. 40%, da die Gewinne zurückgingen. Aufgrund der Dividendenkürzung gehört Unilever nicht zu den „großen“ Dividendenaristokraten. Man muss allerdings beachten, dass ein Jahr später die Dividende fast verdoppelt wurde. Vor und nach 2010 wurden die Ausschüttungen jährlich erhöht. Bei der Gesamtentwicklung der Ausschüttungen fällt aufgrund der anschließenden Erhöhung kaum ins Gewicht. Unilever schätze ich daher als zuverässigen Dividendenzahler ein.
Die Ausschüttungsquote lag in den letzten Jahren zwischen 60 und 70%. Das ist zwar nicht wenig, aber noch im grünen Bereich. Mit 3,2% Dividendenrenditen kann man auch nicht meckern. Im Gegensatz zu Nestlé zahlt Unilever die Dividende vierteljährlich. Bei der niederländischen Version werden 15% Quellensteuer einbehalten, die jedoch auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechenbar ist. Kauft man britische Unileveraktien wird bei Ausschüttungen überhaupt keine Quellensteuer einbehalten. Dafür wird die volle deutsche Abgeltungsteuer (25% + Soli) einbehalten. 

Eigen-/Fremdkapitalquote
Schaut man sich die Bilanz von Unilever an, fällt einem schnell auf das Unilever eine recht gute Eigenkapitalquote von knapp über 50% hat. Man kann somit davon ausgehen, dass dem Unternehmen nicht so schnell das Geld ausgeht und weniger abhängig von Fremdkapitalgebern ist als höher verschuldete Unternehmen. So übersteht der Konzern auch schlechte Zeiten.

Umsatz- und Gewinnentwicklung
Insgesamt weisen die Bilanzen Umsatz und Gewinnsteigerungen in den letzten 7 Jahren aus. 2009 gab es den erheblichen Gewinneinbruch von 32%, der zu der Dividendenkürzung führte und bis heute -trotz jährlicher Gewinnsteigerungen- noch nicht vollständig aufgeholt werden konnte.

Kurs-/Gewinnverhältnis
Mit einem KGV von rund 19 ist die Aktie leicht teuer. In der recht stabilen Konsumsparte ist ein KGV in dieser Höhe allerdings nichts Ungewöhnliches. Darüber hinaus handelt es sich ja um einen der weltweit größten Konsumgüterhersteller. Das KGV halte ich daher für angemessen.

Fazit
Als Konsumgüterschwergewicht und guter Dividendenzahler halte ich Unilever für ein gutes Investment. Der Konzern vereinigt zahlreiche sehr bekannte Marken unter seinem Dach, die auch in der Werbung regelmäßig präsent sind. Bilanzmäßig steht Unilever auf einem soliden Fundament. Nach Schätzungen für die kommenden Jahre können wir bei dem Unternehmen steigende Umsätze, Gewinne und Dividenden erwarten.

Dez 222013
 

Tabakkonzerne sind in der Regel gute Dividendenzahler. Imperial Tobacco und British American Tobacco befinden sich sogar unter den europäischen Dividendenchampions. Aber auch Altria und Philip Morris boten in den letzten Jahren eine kontinuierlich  steigende Dividende. Dabei liegen die Dividendenrenditen bei diesen Tabakkonzernen bei über 4%. Selbst bei den Dividendenchampions Imperial Tobacco und British American Tobacco. Das ist für Dividendenaristokraten eine überdurchschnittliche Rendite. Aus diesem Grund setzen viele Dividenden-Blogger auf Tabakkonzerne, wie man an den Musterdepots erkennen kann.

Warum die Rendite so hoch ist kann ich nicht sagen. Vielleicht haben viele Investoren moralische Bedenken in einen Tabakkonzern zu investieren, weil sie ja dann von der Abhängikeit der Raucher profitieren würden. Und dass viele Raucher an ihrer Sucht sterben ist auch kein Geheimnis. Dies würde den Kurs nach unten drücken. Ok, man kann natürlich unterschiedlicher Auffassung sein, ob man Aktien von diesen Konzernen kaufen sollte. Diese Entscheidung möchte bzw. kann ich dem Leser nicht abnehmen.

Bezüglich Tabakunternehmen habe ich andere Sorgen:
Immer mehr Regierungen führen inzwischen einen erbitterten Krieg gegen Tabakkonzerne und Tabakkonzerne geraten immer mehr unter Druck.Raucher. Vor wenigen Tagen einigte sich die EU auf eine schärfere Tabakrichtlinie. So wird es bei uns in Deutschland bald Ekelbilder von Krebsgeschwüren und verfaulten Zähnen auf den Zigarettenpackungen geben. In vielen Nachbarländer gibt es das bereits seit Jahren. Auch wenn das meines Erachtens die Raucher vom Tabakkonsum nicht abhält, zeigt es doch das zahlreiche Regierungen den Tabakkonzernen den Kampf angesagt haben. So dürfen in Spanien die Zigarettenschachteln nicht mehr ausgestellt und müssen unter der Ladentheke verkauft werden.

Australien hat die Tabaksteuern dermaßen erhöht, dass eine Schachtel Zigaretten ungefähr doppelt so teuer ist wie bei uns. Auch in Deutschland wird seit Jahrzehnten die Tabaksteuer Schritt für Schritt nach oben geschraubt. Natürlich nur so schnell, dass möglichst wenige mit dem Rauchen aufhören. Es sollen ja auch die Einnahmen aus der Tabaksteuer gesichert werden.

Ach ja, seit fünf Jahren gibt es ja bei uns das Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Das hat wohl mehr den Kneipenbesitzern als den Tabakkonzernen geschadet, aber es wird an den zahlreichen Maßnahmen gegen Raucher und Tabakkonzernen deutlich, dass der Tabakkonsum massiv bekämpft werden soll.

Und das waren nur einige wenige Beispiele!

Passives Einkommen aus Aktien von Tabakunternehmen

Momentan kann man bei den Tabakkonzernen noch keine negative Auswirkungen erkennen. Nach wie vor steigen bei den Meisten sowohl der Umsatz als auch der Gewinn. Diese Unternehmen sind natürlich auch nicht machtlos und versuchen selbst Einfluss zu nehmen. Die Frage ist jedoch, wie lange das noch so bleibt, und ob sich nicht doch in den nächsten Jahren die staatlichen Maßnahmen negativ auf die Zahlen der Konzerne auswirken. Dann sind auch die Tabak-Dividenden-Aristokraten dazu gezwungen ihre Dividende zu kürzen oder ganz zu streichen.

Darüber hinaus muss man auch beachten, dass die meisten Tabakkonzerne eine hohe Fremdkapitalquote von über 70% haben, und auch daher als Langfristinvestment für ein passives Einkommen nicht unbedingt geeignet ist. Siehe auch „Der Fall der Dividendenstars

Fazit:
Ich gehe davon aus das in Zukunft die Regeln für den Tabakkonsum weiter verschärft werden. Aktien von Tabakkonzernen befinden sich daher nicht in meinem Depot. Ich habe erhebliche Zweifel, ob diese Unternehmen mir auch in der Zukunft ein sicheres passives Einkommen gewähren können. Daher rate ich vom Kauf von Aktien aus dieser Branche ab.

Dez 172013
 

Die Dividendenrendite rückt immer mehr in den Mittelpunkt, wenn es um Investitionen in Aktien und Aktienfonds geht. Besonders in Krisenzeiten verlieren selbst viele der fast ausschließlich auf Kurssteigerungen bedachten Deutschen die Lust an Aktienspekulationen. Die Meisten wenden sich komplett von Wertpapieren ab, und investieren lieber in „sichere“ Spareinlagen.

Einige Investoren sind jedoch schlauer: Sie setzen nicht auf unvorhersehbare Kurssteigerungen, sondern auf die jährliche Ausschüttungsquote.
Hier jedoch lauert schon die nächste Falle: Auch das Hoffen auf eine gleichbleibende oder steigende Dividende ist im Grunde eine Art Spekulation. Die Star_BlastDividendenzahlungen in der Vergangenheit sind nämlich keine Garantie, dass diese Dividende auch in Zukunft gezahlt wird, oder diese sogar steigt. Dies gilt vor allem dann, wenn ein Betrag ausgeschüttet wird, der den Jahresüberschuss übersteigt, oder das Unternehmen überschuldet ist. In diesem Jahr (2013) sind etliche Dividendenstars regelrecht abgestürzt.

Eon und RWE
So hat zum Beispiel Eon angekündigt, die Dividende von 1,10 € drastisch zu reduzieren. Die
Schätzungen liegen bei 0,65 €. Das wäre eine Dividendenkürzung von 50%. Auch RWE wird aufgrund der starken Umsatz- und Gewinneinbrüche seine in 2014 gezahlte Dividende von 2,00 € auf 1,00 € reduzieren. Bei beiden Unternehmen lagen die Dividendenrenditen bei über 5%, und waren daher für Dividendenjäger interessant. Gleiches gilt auch für die Telekom, die ebenfalls ihre Dividendenaussüttungen für 2013 reduzieren wird.

France Telecom und Telefonica
Im vergangenen Jahr haben sowohl die France Telecom als auch die Telfonica smiley_bandagedihre Dividenden entweder drastisch gekürzt oder ganz gestrichen. Dies schmerzt vor allem dann, wenn man die entsprechenden Aktien gerade wegen der Dividende gekauft hat. 2010 konnte man nämlich mit Aktien dieser Unternehmen noch zweistellige Dividendenrenditen erzielen.

Meist kommt es zeitgleich zu einem Kurssturz, weil viele Dividendenjäger die entsprechenden Papiere verkaufen.

Wie kann man sein passives Einkommen schützen?
Nun, eine hundertprozentige Sicherheit wird es wohl nie geben. Jedes Unternehmen kann irgendwann seine Dividende kürzen oder komplett streichen.
Es gibt jedoch Unternehmen, bei denen das weit weniger wahrscheinlich ist als bei anderen. Um die Gefahr einer Kürzung/Streichung der Dividende möglichst gering zu halten sollte man folgende Punkte beachten:

  1. Dividendenhistorie
    Hat der Konzern über viele Jahre seine Dividendenausschüttung jährlich erhöht, wird es das wahrscheinlich auch in der Zukunft tun. Bei diesen Unternehmen gehören ständig steigende Ausschüttungen zur Unternehmenspolitik.  Ein Übersicht von „Dividendenchampions“ die seit mindestens 50 Jahre seine Dividendenaussüttungen erhöht findest du HIER. Europäische Unternehmen haben keine solch lange Dividendenhistorie. Aber auch hier gibt es “Dividendenchampions”. Die Dividendenrenditen sind zwar bei diesen Unternehmen nicht sehr hoch, dafür aber zuverlässig und vor allem steigend.
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  2. Verhältnis Ausschüttung/Gewinn
    Es gibt zahlreiche Unternehmen, die (fast) ihren kompletten Gewinn ausschütten. Manche finanzieren ihre Ausschüttungen über Darlehen und/oder zahlen Eigenkapital als Dividende zurück. Das geht langfristig selten gut. Sobald die Gewinne etwas einbrechen, oder die Verschuldung überhand nimmt, ist auch die Dividende weg.
    Außerdem braucht ein Unternehmen immer finanzielle Mittel um Investitionen zu tätigen und dadurch weiter wachsen zu können. Mit einer guten Eigenkapitaldecke kann ein Unternehmen immer unabhängiger und freier agieren, als wenn es von den Banken abhängig ist. Darüber hinaus ist immer Geld für Investitionen und Übernahmen vorhanden. Achte vor dem Aktienkauf darauf, dass in den Vorjahren selten mehr als 60% des Gewinns als Dividende ausgeschüttet wurde.
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  3. Fremdkapitalquote
    Ein Augenmerk sollte man vor allem auf die Verschuldung legen. Wenn das Unternehmen plötzlich auf die Idee kommt, dass auf Kosten der Dividende Schulden zurückgezahlt werden müssen, sind für die Anleger die laufenden Erträge weg und häufig danach der Kurs im Keller. So erging es letztes Jahr den Telefonica-Aktionären. Telefonica hatte bereits 2007 eine Fremdkapitalquote von rund 84%. Das ist relativ hoch. Die Dividende stieg jedoch bis 2011 jährlich an. Ab 2011 brachen die Gewinne plötzlich massiv ein. Nun wollte der Konzern erstmal Schulden zurückzahlen und strich gleich Mal für das zweite Halbjahr 2012  und das erste Halbjahr 2013 die Dividende. Inzwischen wird wieder eine (wesentlich geringere) Dividende gezahlt. Ob diese in der Zukunft konstant bleibt, steigt oder wieder gestrichen wird steht wohl in den Sternen. Momentan befindet dümpelt der Kurs nur vor sich hin.
    Mit einer guten Eigenkapitaldecke kann ein Unternehmen immer unabhängiger und freier agieren, als wenn es von den Banken abhängig ist. Darüber hinaus ist immer Geld für Investitionen und Übernahmen vorhanden.
    Wenn dir ein möglichst stabiles Einkommen durch Dividenden wichtig ist, solltest du darauf achten, dass die Fremdkapitalquote nicht mehr als 70% beträgt.
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  4. Setze auf Weltkonzerne
    Konzerne, die in zahlreichen Ländern der Welt tätig sind, haben eine größere Stabilität als Unternehmen, die nur national oder in einer bestimmten Region aktiv sind. Weltkonzerne sind nicht so leicht klein zu kriegen und daher häufig ein lohnendes Investment, wenn die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Natürlich können auch diese Unternehmen Probleme bekommen und von Kurs-, Umsatz- oder Gewinneinbrüchen betroffen sein. Aber in der Regel gehen sie gestärkt aus der Krise wieder hervor.
    Darüber hinaus können Weltkonzerne ihre Produktion dorthin verlagern, wo die Kosten am geringsten sind. Gleiches gilt auch für Steuern und Abgaben:-)
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  5. Ausreichende Streuung
    Da man sich nie auf ein Unternehmen verlassen kann (und sollte), egal wie stabil es zu sein scheint, sollte man immer mehrere Aktien im Depot halten. Auch wenn man sich auf Weltkonzerne konzentriert, ist es sinnvoll mindestens 15 Aktien im Depot zu haben. So kann man den einen oder anderen Dividendenausfall verkraften. Mit ein paar guten Dividenden-ETF kann das Risiko noch weiter verringert werden.

Sich lediglich auf die Dividendenrendite zu verlassen, kann sehr gefährlich sein. Man muss sich immer ein paar Zahlen aus der Bilanz anschauen, um sich so gut wie möglich abzusichern. Wer das nicht möchte kann auch als Alternative auf ein paar gute Dividenden-ETF setzen.

Sep 242013
 

McDonalds hat am 19.09.2013 seine Dividende um 5% auf 81 US-Cent erhöht. Somit fällt die Dividendenerhöhung geringer aus als in den Vorjahren und auch geringer als aufgrund von Prognosen erwartet. „Schuld“ an der geringen Dividendensteigerung ist das seit Monaten geringe Umsatz und Gewinnwachstum, da die Restaurants von McDonalds schlechter als erwartet besucht wurden.

Meine Meinung
Meines Erachtens ist McDonalds nach wie vor ein lohnenswertes Investments. In den vergangenen Jahren konnte Mc Donalds in fast jedem Jahr Umsatz und Gewinn steigern. Dabei erhöht McDonalds seit 1976 jedes Jahr seine Dividende. 1976 schüttete das Unternehmen 0,00248 USD pro Aktie aus (Split-Bereinigt). Jetzt sind es bereits 0,81 USD.

Ich halte es für verantwortungsvoll die Dividende nur entsprechend des Umsatz- und Gewinnwachstums zu erhöhen, da so die zukünftigen Dividendenzahlungen nicht gefährdet werden. Mir ist es lieber ein Unternehmen hält sich bei Dividendenerhöhungen etwas zurück, als das es sich durch eine zu hohe Zahlungen um Kopf und Kragen ausschüttet. McDonalds schüttete in den vergangenen Jahre selten mehr als 60% des Gewinns als Dividende aus. Das ist eine verantwortungsvolle Dividendenpolitik, die auch für die Zukunft regelmäßige Zahlungen sichert.

Ich möchte auch erwähnen, dass McDonalds eine Fremdkapitalquote von lediglich 57% hat. Somit ist eine gute Eigenkapitaldecke vorhanden, mit der sich auch schwierige Zeiten durchstehen lassen. Mit einem derzeitigen KGV von 17 ist die McDonalds-Aktie auch nicht zu teuer.

Ich denke McDonalds hat ein gutes Zukunftskonzept, da der Konzern -im Gegensatz zu etlichen Konkurrenten- darum bemüht ist möglichst gesunde Produkte anzubieten, auch wenn es natürlich gesündere Alternativen gibt.

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