Apr 142015
 

Die Low-Five-Strategie halte ich für eine der wenigen sinnvollen Strategien im Bereich des Aktieninvestments. Ich hab die Strategie im dem Artikel „Dividendenstrategie: Low-Five“ beschrieben und auch begründet, warum diese Strategie funktioniert.

Noch einmal kurz: Bei der Low-Five-Strategie sucht man sich innerhalb eines freigewählten Index (DAX, EuroStoxx, Dow Jones, MDAX…) die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite heraus. Von diesen kauft man diejenigen fünf Aktien mit den den niedrigsten Kursen. Nach genau einem Jahr führt man dieses Auswahlverfahren erneut durch und tauscht die Aktien entsprechend aus.

Als Grundlage für das Auswahlverfahren kann man die Tabellen von MyDividends verwenden.

Als schauen wir mal wer heute aus dem DAX die zu den zehn Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite zählt:

Name:                                    Kurs:        Dividende       Dividendenrendite:

Münchener Rück                  205,85          7,25                4,36
E.ON                                       14,48          0,60               4,35
Allianz                                   169,50          5,30               4,23
Deutsche Telekom                  17,60          0,50               3,81
Deutsche Börse                       80,15          2,10               3,79
RWE                                        25,06          1,00               3,48
BASF                                        95,89          2,70               3,21
Daimler AG                              88,17           2,25               3,19
Siemens                                 103,65          3,00               3,03
BMW AG                               116,25           2,60               2,95

So, das sind derzeit die zehn Aktien des DAX mit den höchsten Dividendenrenditen. Hiervon suchst du dir jetzt die Aktien mit den niedrigsten Kursen aus.

Das wären:

E.ON                                       14,48          0,60               4,35
Deutsche Telekom                  17,60          0,50               3,81
RWE                                        25,06          1,00              3,48
Deutsche Börse                       80,15          2,10              3,79
Daimler AG                              88,17          2,25              3,19

Dies sind die Low Five für April für 2015.

Ich muss natürlich darauf hinweisen, dass auch die Low-Five-Strategie nicht frei von Risiken ist. Es empfiehlt sich daher auch weitere Dividendenaktien zu halten. Die Low-Five-Aktien sollten höchstens 30% des Gesamtanlagenvermögens ausmachen.

Sep 252013
 

Wenn Sie die Low-Five-Strategie anwenden wollen, können Sie mit diesen Aktien anfangen. Beachten Sie dass es sich um den Stand von 24.09.2013 handelt. Wie Sie die Low Five selbst zusammenstellen wollen, erfahren Sie HIER.

 

Name  Kurs          geschätzte Dividende  Dividendenrendite 
Deutsche Telekom 10,35 € 0,50 € 4,83%
E.ON 13,38 € 0,65 € 4,86%
K+S 21,17 € 1,00 € 4,72%
RWE St. 24,61 € 2,00 € 4,06%
Deutsche Börse 55,31 € 2,10 € 3,80%


Alle Angaben sind ohne Gewähr. Stand: 24.09.2013

Dauerbrenner in den Low Five ist seit Jahren die Telekom. In den vergangenen Jahren hat sich weder am Kurs noch an der Dividendenrendite viel geändert. Für dieses Jahr wird das Unternehmen jedoch seine Dividende auf rund 50 Ct kürzen. Die Dividendenrendite ist jedoch immer noch hoch genug um in den Low Five zu verbleiben.

Die Kurse der Energieversorger E.ON und RWE sind in den letzten Monaten ziemlich unter die Räder gekommen. Das liegt zum größten Teil daran, dass aufgrund der Atomkatastrophe in Fukoshima die Versorger gezwungen sind Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Für dieses Jahr wurde bei beiden Unternehmen die Dividende gekürzt. Aufgrund der Kursstürze blieb die Dividendenrendite jedoch relativ hoch. In den letzten drei Wochen haben sich die Kurse der beiden Versorger wieder etwas erholt. 

Ganz böse hat es den Lieferant von kali- und magnesiumhaltigen Produkten K+S erwischt. Innerhalb eines Jahres stürzte der Kurs von rund 40 € auf 16 €. Das Unternehmen kämpft mit fallenden Kalipreisen. Auch hier wird die Dividende gesenkt werden. Für 2014 wird sogar eine Dividende von 51 Ct prognostiziert. Ich glaube nicht das K+S länger als ein Jahr in den Low Five verbringen wird.

Die Deutsche Börse ist ein ständiger Wechselgast in den Low Five. Es ist das einzige Unternehmen, dass künftig wohl seine Dividendenausschüttungen erhöhen wird. 

Trotz dieser teils negativer News ist es Wichtig bei den Low Five alle fünf Aktien zu kaufen. Sozusagen „Augen zu und durch“. In der Vergangenheit hat´s langfristig funktioniert.

Aug 272013
 

Die Low-Five-Strategie ist eine Weiterentwicklung der Dogs of the Dow. Die Idee hatte Michael O‘ Higgins, der sie in seinem Buch „Beating the Dow“ in den Neunzigern bekannt machte. Ich wende diese Strategie mit gutem Erfolg an.

Vorgehensweise

Die Vorgehensweise ist fast so einfach wie die bei den Dogs-of-the-Dow. Es kommt eigentlich nur eine Komponente hinzu, die das Ganze verfeinert.
Und so geht’s:

  1. Man wähle wieder einen Index seines Vertrauens
  2. Es werden auch wieder die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herausgesucht.
  3. Von diesen zehn Aktien werden jedoch nur die fünf mit dem niedrigsten Kurs gekauft. Das sind dann die sogenannten „Low Five“
  4. Nach einem Jahr werden die Low Five neu ermittelt. Die Aktien, die nicht mehr zu den Low Five gehören,  werden verkauft. Die neu hinzugekommen werden gekauft.
  5. Punkt 4 wird immer nach einem Jahr wiederholt.

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Warum funktioniert diese Strategie?

Die Low-Five-Strategie funktioniert ähnlich wie die Dogs-of the-Dow-Strategie. Es wird zunächst wieder unterstellt, dass Unternehmen mit hoher Dividendenrendite unterbewertet sind. Man profitiert ebenfalls von einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite.

Bei der folgenden Beschreibung gehe ich davon aus, dass keine Aktie in den in den Kreis der Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aufgestiegen oder daraus ausgeschieden ist. Diesen Effekt habe ich bereits in meinem Artikel „Dividendenstrategie: Dogs of the Dow“ beschrieben. 

Hinzu kommt jedoch, dass die fünf Aktien mit dem niedrigsten Kurs gekauft werden. Nun, ein niedriger Kurs ist selbstverständlich kein Qualitätsmerkmal für eine Aktie. Interessant wird der niedrige Kurs jedoch bei der Aktualisierung des Depots. Bei der Dogs-of-the-Dow-Strategie fällt eine Aktie erst dann aus dem Depot, wenn sich die Dividendenrendite (wahrscheinlich) aufgrund der eines steigenden Kurses verringert hat.
Bei der Low-Five-Strategie wird eine Aktie auch verkauft, wenn diese nicht mehr zu den fünf Aktien mit dem niedrigsten Kurs gehört. Die Aktie, die jetzt gekauft wird, ist entweder im Kurs gefallen oder wurde von einer anderen Aktie (die jetzt rausfällt) im Kurs überholt. Dadurch erhält die Strategie eine besondere Dynamik. Ist die neue Aktie im Kurs gefallen, besteht bei dieser die Möglichkeit, dass diese Kurspotential nach oben hat und später mit Gewinn verkauft werden kann, wenn diese Aktie andere Aktien im Kurs überholt hat. Die Aktie kann somit verkauft werden, da nun eine andere einen niedrigeren Kurs und potential nach oben hat.

Es ist auch möglich, dass eine Aktie dadurch in die Low Five kommt, weil deren Kurs zwar (ungefähr) gleichgeblieben oder sogar gefallen ist, aber eine andere Aktie (stärker) gefallen ist. Die Low-Five-Strategie geht nun davon aus, dass die (stärker) gefallene Aktie ein höheres Kurspotential hat und daher ein lohnenswerteres Investment darstellt.

Ziel der Low-Five-Strategie ist sich mit unterbewerteten Aktien immer wieder neu von unten nach oben zu arbeiten.

Oder anders ausgedrückt:

Die Dog-of-the-Dow-Strategie geht davon aus, dass Aktien mit hoher Dividendenrendite unterbewertet sind. Die Low-Five-Strategie geht zusätzlich davon aus, dass Aktien deren Kurs gefallen ist Potential für Kurssteigerungen hat.
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Risiken

Wie auch die bei den Dogs of the Dow bedeuten eine hohe Dividendenrendite nicht unbedingt, dass eine Aktie unterbewertet ist. Auch ein gefallener Kurs bedeutet nicht, dass der Kurs nicht noch weiter fällt. Es besteht daher die Gefahr, dass man „in ein fallendes Messer greift“.
Mit nur fünf Aktien hat man auch eine geringe Risikostreuung
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Fazit

Ich wende die Low-Five-Strategie selbst an. Ich bin daher überzeugt von dieser Strategie und weiß dass sie funktioniert. Man muss sich der Risiken dieser Strategie natürlich bewusst sein. Es ist auch wichtig, dass man noch weitere Aktien im Depot hat und nicht nur die Low-Five-Aktien. Denn ein Depot mit lediglich fünf Wertpapieren hat einfach eine zu geringe Risikostreuung. Als Beimischung eignen sich entweder ein paar Dividenden-ETF oder einige Dividenden-Champions

Aug 192013
 

Viele Anleger halten sich strikt an Dividendenstrategien. Dabei gehen Investoren nach einem festgelegten Muster vor, an das sie sich halten unabhängig davon, wie sich die einzelnen Aktien darin entwickeln. Dabei spielt in der Regel die Dividendenrendite eine große Rolle.

Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man seine Entscheidungen absolut emotionslos trifft. Man kauft oder verkauft wenn es die Strategie vorgibt. Wenn man es schafft die jeweilige Strategie konsequent durchzuziehen, schaltet man die zwei größten Gegner des Anlegers aus: Gier und Angst.

Die Dogs-of-the-Dow-Strategie

Die wohl bekannteste Dividendenstrategie ist wohl die Dogs-of-the-Dow-Strategie. Sie geht auf Benjamin Graham zurück, der in den 1930ern durch seine Arbeiten über die Wertpapieranalyse die Basis für diese Strategie schuf. Benjamin Graham war Lehrmeister von Starinvestor Warren Buffet. Von John Slatter wurden diese Analysen zur Dogs-of-the-Dow-Strategie weiterentwickelt, der sie dann Anfang der 1990ern in seinem Buch veröffentlichte.

Die Vorgehensweise

Die Dogs-of-the-Dow-Strategie ist dermaßen einfach, dass sie von (fast) jedem umgesetzt werden kann. Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich.

So geht´s:

  1. Man wählt einen Index wie den DAX, EuroStoxx, Dow Jones…
  2. Dann werden aus diesem Index die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herausgesucht und zu gleichen Teilen gekauft.
  3. Diese zehn Aktien werden ein Jahr lang konsequent im Depot gehalten.
  4. Nach diesem Jahr wird das Depot überprüft und aktualisiert: Die Aktien, die inzwischen nicht mehr zu den zehn Aktien, mit der höchsten Dividendendenrendite gehören, werden verkauft. Die Aktien, die neu in dieser “Top-Ten” sind werden hinzugekauft.
  5. Punkt 4 wird immer nach einem Jahr wiederholt.

Eine gute Übersicht der Dividendenrenditen findest du auf MyDividends.de für den DAX, DowJones oder EuroStoxx. An diesen Übersichten gefällt mir besonders, dass sich die Dividendenrenditen auf die geschätzten Dividendenzahlungen für das aktuelle Wirtschaftsjahr beziehen. Auch wenn diese nicht immer hundertprozentig stimmen, kann man sich in der Regel auf die Tendenz der Dividendenzahlungen verlassen, da sich diese auf die aktuelle Entwicklung und Ankündigen des jeweiligen Unternehmens gründet. Es hilft dir nämlich herzlich wenig, wenn das Unternehmen in der Vergangenheit eine Dividendenrendite von 6% ausgeschüttet hat, aber zum nächsten Termin aufgrund eines Gewinneinbruchs die Dividende streicht. Daher ist es sinnvoll sich bei dieser Strategie an der geschätzten, nächsten Dividende zu orientieren.

Warum funktioniert diese Strategie?

Ich habe schon gelesen, dass es keine Begründung gäbe, warum die Dogs-of-the-Dow-Strategie funktioniert. Das ist nicht wahr. Warum dieses Strategie in der Vergangenheit bessere Ergebnisse liefert als der zugrunde liegende hat gute Gründe:

Auswahl der Top-Ten

Die Dogs-of-the-Dow-Strategie unterstellt, dass Aktien mit hoher Dividendenrendite unterbewertet sind. Den offensichtlich scheint es ja dem Unternehmen gut zu gehen, sonst könnte das Unternehmen ja keine so hohe Dividende zahlen. Dies scheint sich jedoch noch nicht positiv auf den Kurs ausgewirkt zu haben. Die Dividendenrendite wäre ansonsten niedriger, da sich ja der Kurs der Aktie nach oben angepasst hätte.

Haltedauer

Während der einjährigen Haltedauer profitiert der Anleger von  der überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite der Top-Ten-Aktien.

Umschichtung des Depots

Nach einem Jahr wird das Depot aktualisiert. Dabei werden die Aktien verkauft, die nicht mehr zu den Top-Ten gehören. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit ist deren Dividendenrendite deswegen gefallen, weil deren Kurs gestiegen ist. Somit können diesen Aktien mit Gewinn verkauft werden, und eine neue unterbewertete Aktie dafür gekauft werden.
Es kann auch sein, dass die Dividendenrendite eines Unternehmen, das bisher nicht zu den Top-Ten gehört hat gestiegen ist, weil entweder der Kurs gefallen ist, oder die Dividendenausschüttung erhöht wurden und nun zu den Top-Ten gehört und somit ein lohnenswertes Investment darstellen kannn, als die Aktie die nun ersetzt wird.

Welche Risiken bestehen bei den Dogs of the Dow?

Leider treten die positiven Effekte nicht bei jeder Top-Ten-Aktie ein. Die Chancen darauf sind zwar gut, jedoch wird man auch hin und wieder bei einzelnen Aktien Verluste erleben.

Hierzu ein Beispiel:

Angenommen, eine Unternehmen mit durchschnittlicher Dividende gibt eine Gewinnwarnung heraus. Es läuft irgendwie nicht mehr rund. Dies wirkt sich negativ auf den Kurs aus. Der Kurs fällt. Dadurch steigt natürlich die Dividendenrendite wodurch die Aktie ein “Dog of the Dow” darstellt. Wer jetzt seine Umschichtung macht holt sich diese Aktie ins Depot.

Einige Wochen später gibt das Unternehmen bekannt, dass aufgrund der schlechten Gewinnentwicklung die Dividende gestrichen werden muss. Der Kurs fällt darauf noch weiter.
Nach einem Jahr muss diese Aktie dann wohl mangels Dividende bei der Umschichtung mit einem Verlust verkauft werden.
Dies wird hin und wieder auch passieren.
Es kann auch sein, dass ein Unternehmen eine – am Gewinn gemessen – viel zu hohe Dividende ausschüttet oder diese sogar durch Darlehen finanziert wird. Es handelt sich somit gar nicht um ein unterbewertetes Unternehmen. Eventuell könnte in der Zukunft hier auch eine Reduzierung oder Streichung der Dividende erfolgen.

Fazit:

Alles hat natürlich seine Schattenseiten. Man wird sich immer ein paar schlechte Aktien durch die Dogs-of-the-Dow-Strategie ins Depot holen. Damit muss man leben
Wenn man bereit ist dieses Risiko einzugehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, mit dieser Strategie überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen.
Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile, da es sich bei den unter Risiken beschriebenen “Pleite-Aktien” in der Regel um Einzelfälle handelt.
Man profitiert von der überdurchschnittlichen Dividende. Die Wahrscheinlichkeit sich zahlreiche unterbewertete Aktien ins Depot zu holen
und diese irgendwann mit Gewinn verkaufen zu können ist meines Erachtens größer als das Risiko.

 

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