Apr 122015
 

Wer in Deutschland nach Dividendenchampions sucht hat ein großes Problem: Es gibt so gut wie keine. In der Liste der Dividendenchampions auf MyDividends werden lediglich Fresenius und Fresenius Med Care aufgeführt. Bei einer Dividendenrendite von unter einem Prozent ist es jedoch schwierig sich mit diesen Aktien ein nennenswertes passives Einkommen aufzubauen.

Ein meines Erachtens für eine langfristige Investition interessantes Unternehmen ist BASF. BASF (Badische Soda und Anilin Fabrik) ist ein weltweit führendes Chemieunternehmen aus Ludwigshafen, das sich auf Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Planzenschutz und Ernährung und Öl- und Gasförderung spezialisiert.

(Kurze) Geschichte der BASF

BASF wurde am 06.04.1865 als Farbproduzent in Mannheim von Friedrich Engelhorn gegründet. Zwanzig Jahre später hatte das Unternehmen bereits Niederlassungen in Frankreich, Russland, USA und China. Bereits in den ersten Jahrzehnten zeigte sich BASF als Vorreiter für eine in dieser Zeit nicht übliche Arbeitnehmerfreundlichkeit: Betriebskrankenkasse, Urlaubsregelung, Bereitstellung von Werkswohnungen, Gesundheitsschutz sind nur einige Maßnahmen, die für die Arbeitnehmer der BASF eingeführt wurden.
Nach dem ersten Weltkrieg konfiszierten die Siegermächte zahlreiche Patente im Ausland; ausländischen Betriebstäten wurden beschlagnahmt und das Hauptwerk der BASF monatelang von den Franzosen besetzt.
Aufgrund der Auswirkungen des Diktatfriedens von Versailles und dem mit der Niederlage des deutschen Kaiserreichs zusammenhängenden Einfall der Franzosen in die linksrheinischen Gebiete verhinderten den Wiederaufbau des Unternehmens.
Daher schloss sich BASF mit fünf weiteren Firmen (darunter Bayer und Hoechst) zur i.G. Farben zusammen. Der Firmensitz wurde nach Frankreich verlegt.
Es folgen zahlreiche Erfindungen des Unternehmens wie neue Düngemittel, Blutplasmaersatz, Magnetophon, Frostschutzmittel…
Nach dem zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Werke der I.G. Farben zerstört. Die I.G. Farben selbst wird entflechtet. Am 30.01.1952 wir die BASF neu gegründet Stück für Stück erfolgte in den folgenden Jahren der Wiederaufbau.
Vom Wirtschaftsaufschwung der 50er Jahre kann auch die BASF profitieren

Was spricht für eine Investition in BASF als langfristige Anlage?

Nun gehört BASF nicht zu den Dividendenchampions im wörtlichen Sinn, da das Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Dividendenausschüttung nicht jedes Jahr erhöht, ja sogar in 2010 von 1,95 € auf 1,70 € pro Anteil verringert hat. Dennoch ist BASF für seine anlegerorientierte Dividendenpolitik bekannt und ist bestrebt seine Ausschüttungen jährlich zu erhöhen, was in den vergangenen Jahren auch meistens funktionierte. Derzeit (für das Jahr 2014) liegt die Dividendenausschüttung bei 2,80 € was einer Rendite von ungefähr 3,5% entspricht. Dabei werden lediglich 50% des Jahresgewinns ausgeschüttet, was für eine verantwortungsbewusste Dividendenpolitik spricht. Von 2005 bis 2014 hat BASF seine Dividende fast verdreifacht.

Wichtig ist auch, dass BASF derzeit eine starke Eigenkapitalquote von 37% hat, was im Vergleich zu den DAX-Kollegen eine starke Eigenkapitaldecke darstellt. Ebenfalls spricht für ein Investment in BASF die breite regionale Streuung. In allen Industrieländern ist BASF oder deren Tochterfirmen vertreten. Das Unternehmen ist somit nicht nur vom deutschen Markt oder von Europa abhängig.

In den vergangenen sieben Jahren (seit 2007) konnte die BASF sowohl ihren Umsatz (ca. 30%) als auch ihren Gewinn (ca. 80%) erheblich steigern. Es gab zwar sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zwischendurch immer wieder erhebliche Einbrüche, insgesamt kann man jedoch sagen, dass das Unternehmen gewachsen ist.

Die Schätzung auf Finanzen.net prognostizieren in Bezug auf Umsätze, Gewinn, Buchwert, Eigenkapitalquote und Dividende bis 2018 ein deutliches Wachstum. Auch wenn diese Schätzungen natürlich keine treffsicheren Vorhersagen sind, zeigen Sie doch, dass die nahe Zukunft von BASF von Experten sehr positiv gesehen wird.

Was spricht gegen ein Investment in BASF

Gegen ein Investment in BASF spricht derzeit eigentlich nur der in den vergangenen Monaten stark gestiegene Aktienkurs von fast 97 €. Mit einem KGV von über 15 ist die Aktie nicht mehr so günstig zu haben wie vor einigen Monaten. Derzeit sind jedoch die Aktienkurs im Allgemeinen derart gestiegen, dass man vorsichtig mit Investitionen in Aktien sein sollte. Aufgrund der Entkoppelung des schweizer Franken vom Euro sind für Schweizer Aktien außerhalb der Schweiz besonders günstig. Deshalb investieren nun viele in diesem Land auch in deutsche Aktien, was natürlich die Indizes in die Höhe treibt. Man weiß jedoch nie wann eine Korrektur erfolgt und die Kurse wieder fallen. Ich halte es daher für ratsamer anstatt eines Einmalinvestments einen Sparplan anzulegen, oder eben auf eine Korrektur zu warten.

Jun 232014
 

Wer kennt sie nicht: “Die Gebrauchsanweisung für den Mann”. Ich weiß jetzt nicht wie viele Männer die Augen rollen, wenn diese Werbung mal wieder in der Unterbrechung läuft, aber ich wette es sind schon einige. Und etwas nervig ist die Werbung schon. Vor allem, wenn man sie schon das fünfzigste Mal sieht: Die Werbung für das Deo “Dove”.

netherlands

Unilever wurde von dem niederländischen Margarineproduzent Simon van den Bergh gegründet.

Übertroffen wird das Ganze höchstens von dem grinsenden, italienischen Chefkoch (Ich unterstelle mal, dass er Italiener ist.) mit dem Slogan: “Typisch italienisch”. Oder “Wir Italiener genießen mit die ganze Körper.” Jedes Mal wenn ich, diese Werbung sehe tun mir die Italiener leid. Den Koch finde ich zwar recht sympathisch, ich glaube allerdings nicht, dass Italiener dem “typisch italienisch” so zustimmen würden. Es handelt sich um die Werbung für die Knorr-Bolognese.

Ich bin sicher, dass sich jeder, der diese Werbespots einmal gesehen hat, sich für lange an diese erinnern wird. Sie bleiben im Gedächtnis, da sie so einen gewissen Nerv-Faktor haben. Da ist nichts mit heiler Kuschelwelt wie bei Nestle oder Procter & Gamble. Die Werbespots provozieren. Ein bisschen zumindest. Oder könnt ihr euch sofort an eine Nestle- oder Procter & Gamble Werbung erinnern. Wahrscheinlich nicht. Die Nerv-Krone trägt zwar Nivea mit “Ihr armen Männer”, aber man muss es ja nicht übertreiben:-).

Unilever – ein britisch-niederländischer Konzern

Sowohl Dove als auch Knorr gehören zu dem britisch-niederländischen Konzern Unilever. Darüber hinaus vereinigt der Konzern zahlreiche Marken wie Rama, Omo, Lipton, Bifi (wurde 2014 verkauft), Lagnese, Bertolli, Pfanni, Du Darfst… unter seinem Dach.

Unilever wurde 1888 in Kleve (Deutschland) von einem niederländischen Margarinefabrikant gegründet. Grund für die Firmengründung in Deutschland waren die hohen Schutzzölle, die das Kaiserreich für Einfuhren erhob. Denn was in Deutschland produziert wird, muss nicht eingeführt werden.

Dividende
Zugegebenermaßen ist Unilever kein so treuer Dividendenzahler wie Procter & Gamble oder Coca Cola. Im Jahr 2009 reduzierte das Unternehmen seine Dividende um ca. 40%, da die Gewinne zurückgingen. Aufgrund der Dividendenkürzung gehört Unilever nicht zu den „großen“ Dividendenaristokraten. Man muss allerdings beachten, dass ein Jahr später die Dividende fast verdoppelt wurde. Vor und nach 2010 wurden die Ausschüttungen jährlich erhöht. Bei der Gesamtentwicklung der Ausschüttungen fällt aufgrund der anschließenden Erhöhung kaum ins Gewicht. Unilever schätze ich daher als zuverässigen Dividendenzahler ein.
Die Ausschüttungsquote lag in den letzten Jahren zwischen 60 und 70%. Das ist zwar nicht wenig, aber noch im grünen Bereich. Mit 3,2% Dividendenrenditen kann man auch nicht meckern. Im Gegensatz zu Nestlé zahlt Unilever die Dividende vierteljährlich. Bei der niederländischen Version werden 15% Quellensteuer einbehalten, die jedoch auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechenbar ist. Kauft man britische Unileveraktien wird bei Ausschüttungen überhaupt keine Quellensteuer einbehalten. Dafür wird die volle deutsche Abgeltungsteuer (25% + Soli) einbehalten. 

Eigen-/Fremdkapitalquote
Schaut man sich die Bilanz von Unilever an, fällt einem schnell auf das Unilever eine recht gute Eigenkapitalquote von knapp über 50% hat. Man kann somit davon ausgehen, dass dem Unternehmen nicht so schnell das Geld ausgeht und weniger abhängig von Fremdkapitalgebern ist als höher verschuldete Unternehmen. So übersteht der Konzern auch schlechte Zeiten.

Umsatz- und Gewinnentwicklung
Insgesamt weisen die Bilanzen Umsatz und Gewinnsteigerungen in den letzten 7 Jahren aus. 2009 gab es den erheblichen Gewinneinbruch von 32%, der zu der Dividendenkürzung führte und bis heute -trotz jährlicher Gewinnsteigerungen- noch nicht vollständig aufgeholt werden konnte.

Kurs-/Gewinnverhältnis
Mit einem KGV von rund 19 ist die Aktie leicht teuer. In der recht stabilen Konsumsparte ist ein KGV in dieser Höhe allerdings nichts Ungewöhnliches. Darüber hinaus handelt es sich ja um einen der weltweit größten Konsumgüterhersteller. Das KGV halte ich daher für angemessen.

Fazit
Als Konsumgüterschwergewicht und guter Dividendenzahler halte ich Unilever für ein gutes Investment. Der Konzern vereinigt zahlreiche sehr bekannte Marken unter seinem Dach, die auch in der Werbung regelmäßig präsent sind. Bilanzmäßig steht Unilever auf einem soliden Fundament. Nach Schätzungen für die kommenden Jahre können wir bei dem Unternehmen steigende Umsätze, Gewinne und Dividenden erwarten.

Dez 082013
 

Auch diesen Monat gab es wieder einen Zuwachs in meinem Depot. Ich habe mich dazu entschieden, für 800 €  Procter&Gamble-Aktien nachzukaufen.

Warum habe ich mich für dieses Wertpapier entschieden?
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Procter&Gamble ist einer der größten Hersteller von Gesundheits-, Kosmetik-, Hygiene- und Haushaltsprodukten. Dem Konzern gehören zahlreiche Marken wie Pampers, Wick, Gillette, Duracell, Ariel, Always, Oral-B und vieles vieles mehr. Schon an diesen bekannten Markennamen kann man erkennen, dass es sich um Güter des täglichen Bedarfs handelt, auf die man nicht so einfach verzichten kann. Die Erträge des Unternehmens scheinen also auch für die Zukunft gesichert zu sein, auch wenn mal wieder ein Krise die Aktienkurse drückt.
Procter&Gamble gehört zu den Dividenden-Aristokraten. Seit 57 Jahren erhöht das Unternehmen jährlich seine Dividendenausschüttung (s. MyDividends). In den letzten Jahren hat Procter&Gamble gerade mal 50 – 60% seines Gewinns ausgeschüttet, so bleiben genügend finanzielle Mittel um auch in Zukunft investieren zu können. Die Dividendenrendite liegt bei derzeit 2,8%. Für einen Dividendenaristokraten ist das -sagen wir mal- unteres Mittelfeld.
Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 50%. Das ist ein guter Wert. In der Vergangenheit hat der Konzern (fast) jährlich seinen Umsatz steigern können. Lediglich die Gewinne haben in den letzten 7 Jahren etwas geschwankt. 
Das KGV beträgt derzeit 15,24. Die Aktie daher zwar nicht billig aber auch nicht zu teuer. Die Schätzungen auf Finanzen.net prognostizieren ein Umsatz-, Dividenden- und Gewinnwachstum für die nächsten zwei Jahre. Hört sich doch (fast) alles gut an.

 Posted by at 9:59 pm
Nov 182013
 

Auch in diesem Monat habe ich wieder meinen Depotbestand erhöht. Wieder habe ich mich für einen ausschüttenden ETF entschieden. Und zwar für den Deka DAXplus® Maximum Dividend UCITS ETF. Ich hatte bereits ein paar Anteile in meinem Depot und habe mich dazu entschieden noch einige hinzuzukaufen.

Warum habe ich mich für diesen ETF entschieden?
Nun, die Frage ist leicht zu beantworten: Es ist der einzige ETF, den ich kenne der sich nicht an der Dividende in der Vergangenheit orientiert, sondern an den Dividendenschätzungen in der Zukunft. Dabei investiert er in 20 Aktien aus dem DAX, MDAX und SDAX, die im nächsten halben Jahr ausschütten werden, und voraussichtlich die höchsten Dividendenrenditen haben.  Die Umschichtung erfolgt jeweils im April und im November. Da fast alle Unternehmen in diesen Indizes nur einmal jährlich ausschütten, wird der Aktienbestand bei jeder Umschichtung fast komplett ausgetauscht. Derzeit liegt die Dividendenrendite des gesamten ETF bei knapp über 6,5%. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,3% jährlich. Die jährlichen Kosten sind daher sehr gering.

Fazit:
Da der Deka DAXplus® Maximum Dividend UCITS ETF nur aus 20 Aktien besteht, ist er natürlich riskanter als viele andere ETF. Man sollte daher unbedingt schon andere Dividendenpapiere im Depot haben, bevor man in diesen Fonds investiert. Allerdings hat er auch eine höhere Ausschüttungsrendite als die allermeisten ETF.  Als High Yield ETF ist er meines Erachtens ein sehr gutes Investment. 

 Posted by at 10:24 pm  Tagged with:
Okt 132013
 

In Zukunft möchte ich euch über meine Investitionen am Laufenden halten. Ich denke, dass ist eine gute Gelegenheit Sie an meinen Investments teilhaben zu lassen. Ich möchte ja auch zeigen, dass ich das was ich auf diesem Blog schreibe auch selbst umsetze.

Ok. Diesen Monat habe ich nach langem Überlegen mich dazu entschieden den ETF iShares STOXX Global Select Dividend 100 (DE) aufzustocken. Ich war bisher nur mit einem sehr geringen Betrag dort investiert. Die Alternative wäre gewesen Coca Cola oder Procter & Gamble aufzustocken. Coca Cola vor allem deswegen, weil der Kurs in den letzten Monaten stark gefallen ist und das Papier daher relativ günstig zu haben war. 

Nun, wie schon gesagt habe ich mich für den iShares STOXX Global Select Dividend 100 (DE) entschieden. Der Grund war in erster Linie der, dass dies mein absoluter Lieblings-ETF ist. Die Ausschüttungen liegen bei jährlich 6,70% bei einer Gesamtkostenquote von lediglich 0,47%. Der ETF investiert nur in Unternehmen, die ihre Dividende in den letzten fünf Jahren nicht gesenkt haben und deren Dividende maximal 60%(bei Asia-/Pacific-Unternehmen sind es maximal 80 %) der erwirtschafteten Gewinn beträgt. Insgesamt wird das Kapital auf 100 Unternehmen verteilt, wodurch eine recht starke Risikostreuung vorliegt.
Ein weiterer Grund ist der, dass ich bisher in diesen ETF nur mit einem relativ geringen Betrag investiert war (knapp unter 500 €), und ich auf eine Investitionsbetrag im vierstelligen Bereich kommen wollte.

 Posted by at 10:10 pm

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