Jan 262014
 

Festgeld, Anleihen, Tagegeldkonten und Sparbücher werden immer unattraktiver. Die derzeitige Inflation (obwohl diese mit etwa 1,5% gar nicht so hoch ist) frisst die Erträge aus diesen Anlageformen meist restlos auf. Oft hinterlässt sie sogar ein reales Minus.

Viele Anleger flüchten daher verständlicherweise in inflationsgeschützte Sachwerte. Vorzugsweise in Immobilien. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die Zinsen für ein Darlehen um die Immobilie zu finanzieren sind günstig wie nie. Die Gelegenheit um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. In den eigenen vier Wänden wohnen… oder vielleicht auch zu vermieten. Egal ob man sich die Miete erspart oder selbst Mieteinkünfte zu erzielt. Man kann durch eine Immobilie ein passives Einkommen erzielen bzw. durch die ersparte Miete seine Ausgaben reduzieren.

Betongold werden Immobilien häufig genannt. Dies spricht für Wertbeständigkeit, für Stabilität. Eine Immobile übersteht die härtesten Krisen und wird daher als risikoloses Investment gesehen. Anders als Aktien, deren Kurse auf dem Rouletttisch der Finanzmärkte auf und ab geworfen werden. 

Doch ist dies wirklich so?

Der Grund warum Immobilien als weniger wertschwankend angesehen werden, liegt einfach daran, dass man nicht täglich überprüfen kann, wie hoch der Wert des eigenen Grundstücks gerade ist. Bei Aktien dagegen sieht man in seinem Depot sofort, wenn sich der Kurs der Aktie 

Immobilien oder Aktien

Quelle: Dirk Paeschke
http://www.kostenlos-fotos.de/

im Minus befindet. Verliert jedoch die eigene Immobilie an Wert, bekommt man das in der Regel gar nicht mit. Eigentlich interessiert es den Immobilienbesitzer auch gar nicht. Denn er wohnt trotzdem noch genauso gut darin oder erzielt noch eine genauso hohe Miete.

Da stellt sich natürlich die Frage, in was man den nun investieren soll: In Aktien oder in Immobilien.

Da sich dieser Blog in erster Linie mit passiven Einkommen aus Dividendenaktien beschäftigt, ist es natürlich kein Geheimnis, dass ich Aktien bevorzuge. Immobilien haben natürlich ihre Vorteile, jedoch auch Nachteile. Und dass eine Investition in eine Immobilie völlig frei von Risiken sind, kann man auch nicht wirklich sagen.

Niedrigzinsen

Derzeit kann man aufgrund der der Niedrigzinspolitik der EZB sehr günstig an Darlehen kommen um eine Immobilie zu finanzieren. Dies als alleiniges Entscheidungskriterium heranzuziehen ist jedoch fatal. Denn aufgrund eben dieser niedrigen Zinsen, stürzten sich bereits in der Vergangenheit zahlreiche Investoren auf den Kauf einer Immobilie. Dies führte bereits zu einer Steigerung von 23% seit 2009 (Stand Dezember 2013). Das heißt, dass sich m.E. eine Investition in Immobilien nicht unbedingt lohnt, da die Preise einfach zu hoch sind. Darüber hinaus muss man auch die Anschaffungsnebenkosten beachten wie zum Beispiel Notarkosten, Kosten für die Eintragung in das Grundbuch, Grundsteuer. Diese Nebenkosten können schon mal 10% betragen, ohne das diese den Wert des Grundstücks erhöhen. Hinzu kommen noch einmalige Kosten für die Aufnahme des Darlehns.

Die selbstgenutzt Immobilie

Wer selbst in seinem eigenen Haus oder seiner Eigentumswohnung wohnt braucht keine Miete zu bezahlen. Somit spart man sich schon mal einen dreistelligen Betrag pro Monat. Man kann nicht aus der Wohnung fliegen und braucht auch keine Angst vor Mieterhöhungen haben.
Hier muss man jedoch beachten, dass auch für die Erhaltung des Gebäudes Kosten anfallen, die man als Mieter in der Regel nicht hat. So muss man zum Beispiel als Eigentümer einer Eigentumswohnung einen -in der Regel- dreistelligen Betrag in die Instandhaltungsrücklage einzahlen. Das mindert die Mietersparnis. Nun könnte man auf die Idee kommen, dass man ja bei einem eigenen Haus keinen solchen Beitrag leisten muss. Das ist so nicht ganz richtig. Auch bei einem eigenen Haus muss man regelmäßig einen bestimmten Betrag zurücklegen um für später anfallende Reparaturen und Instandhaltung finanziell gerüstet zu sein.
Des weiteren ist man für das gesamte Grundstück selbst verantwortlich. Man kann nicht einfach den Vermieter anrufen, wenn die Heizung nicht geht oder der Keller unter Wasser steht.
Ein weiterer Punkt ist, dass man durch eine selbstgenutzte Immobilie örtlich gebunden ist. Gefällt einem die Umgebung oder die Nachbarn nicht mehr, kann man nicht einfach umziehen. Dabei kann es sich um Umstände handeln, die eine Vermietung oder einen Verkauf nahezu unmöglich machen, wenn zum Beispiel die Umgebung zu einem sozialen Brennpunkt wird.

Die vermietete Immobilie

Natürlich liegt es auch nahe eine Wohnung oder ein Gebäude an Dritte zu vermieten und dadurch ein passives Einkommen zu generieren.
Hierzu braucht es erst mal Mieter. Und zwar zuverlässige, zahlungskräftige und auch zahlungswillige Mieter. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies absolut keine Selbstverständlichkeit ist. Kaum ein Vermieter, den ich kenne, hat nicht schon mehrmals vergeblich auf sein Geld gewartet und/oder auf andere Weise Ärger (z.b. Rechtsstreitigkeiten) mit seinen Mietern hatte. Aufgrund des Mieterschutzes bekommt man manche Mieter auch nicht so einfach wieder los.
Als Vermieter muss man sich natürlich um die Immobilie kümmern das ist nicht nur ein gewisser Verwaltungsaufwand, sondern auch mitunter richtig Arbeit. Es müssen Mieter gesucht, Reparaturen durchgeführt, Nebenkostenabrechnungen erstellt und Zahlungen überwacht werden. Wer dagegen ein gutes stabiles Aktiendepot besitzt, hat kaum Arbeit oder Kosten. Es läuft alles von selbst. Der Investor kann sich zurücklehnen und auf die sicheren Erträge (auf jeden Fall sicherer als Mieterträge) warten, die in der Regel höher sind als Vermietungseinkünfte bei gleich hoher Investition.

Eine kleine Vergleichsrechnung

In der Regel werden Immobilien mit einem Annuitätendarlehen finanziert. Hierbei zahlten man einen festen Betrag pro Monat an die Bank zurück. Lediglich das Verhältnis zwischen Tilgung und Zinsen ändert sich, zugunsten des Tilgungsanteil, da die Zinsen aufgrund der monatlichen Verringerung des zu verzinsenden Betrags immer geringer werden. In der Regel liegt der monatlich zu zahlende Betrag bei einem Prozent.
Stell dir einmal vor, du kaufst eine Eigentumswohnung für –sagen wir- 150.000 €. Hinzu kommen noch 10% (also 15.000 €) Nebenkosten. Bei einer Vollfinanzierung müssten nun 165.000 € als Darlehen aufgenommen werden.
Bei 1% Rückzahlung pro Monat müssen bei einem Zinssatz von 3,5% 1.650 € pro Monat Zins/Tilgung 10 Jahre lang an die Bank gezahlt werden. Nun kann man eine Wohnung die 150.000 wert ist weder für 1.650 € vermieten, noch kann man diesen Betrag an Miete einsparen. Realistischer wäre es hierfür eine Kaltmiete von 600 € anzusetzen (bei einer Rendite von etwa 4 % auf 150.000 €). Für die Ermittlung der Aktien oder ImmobilienWertes der Immobilie nach 10 Jahren gehe ich von einer Wertsteigerung von jährlich 3%. aus. Mit einem breit aufgestellten Aktiendepot konnte man rund in den letzten 25 Jahren 8,5% Dividende und Wertsteigerung erzielen (durchschnittliche DAX-Entwicklung der letzten 30 Jahre).
Nach Abzug der Miete kann der Aktien-Investor also von einer Investitionssumme von 1.650 € noch 1.050 € anlegen. Hinzu kommen noch rund 150 € ersparte Instandhaltungsrücklage, so dass 1200 € investiert werden können. Des weiteren gehe ich von einer Mietsteigerung von 3% jährlich aus.
Nach zehn Jahren ist das Darlehen bezahlt, und das Grundstück hat einen Wert von rund 202.000 €.
Die Investitionen des Aktieninvestors von 1.180 ergeben nach führen zu einem Depotwert von 183.000 €. 
Immobilienkäufer hat also die Nase vorn.
Wenn der Zinssatz allerdings auf 6,5% sieht es schon etwas anders aus. Anstatt 10 Jahre muss nun der Immobilienkäufer 12 Jahre sein Darlehen tilgen.
Nach 12 Jahren hat die Immobilie einen Wert von 214.000 €.
Der Aktieninvestor hat dagegen einen Depotwert von 231.00€ (Nach Steuern)
Bei einem Darlehenszinssatz von 6,5% hat der Aktieninvestor nun ein größeres Vermögen.

Nun ist dieses Rechenbeispiel natürlich sehr theoretisch und berücksichtigt längst nicht alle Umstände. Dies ist lediglich ein Versuch die Ergebnisse beider Anlageformen gegenüberzustellen. Etliche angesetzten Werte sind auch noch gar nicht vorhersehbar oder hängen von der Lage und dem Zustand der Immobilie bzw. von den ausgewählten Aktien oder ETF ab. Wenn man die Werte auch nur leicht ändert kommt man schon wieder zu völlig neuen Ergebnissen.

Zur Berechnung der Ergebnisse habe ich die Zinsberechnung von Zinsen-Berechnen.de verwendet.

Luxus oder Investition?

In dem obigen Beispiel wurde auch unterstellt, dass sich jemand der eine Immobilie kauft sich eine gleichwertige Wohnung mieten würde, wenn er die Immobilie nicht gekauft hätte. Dies ist allerdings meistens nicht der Fall. Denn häufig ist es so, dass Leute, die sich ein freistehendes Haus kaufen, niemals ein solches auch Mieten würden, sondern in einer (günstigeren) Mietwohnung wohnen würden. Für die meisten Familien reicht eine Wohnung aus. Ein Haus zu kaufen ist somit bei den meisten Käufern eher ein Luxus als eine Notwendigkeit. Die wenigsten Hauskäufer wären bereit das gleiche Objekt zu mieten. Dies zeigt, dass häufig nicht die Geldanlage oder die Investition beim Immobilienerwerb im Vordergrund stehen, sondern das Wohlbefinden ein eigenes Heim zu besitzen. Selbstverständlich ist das natürlich auch gerechtfertigt. Für viele Menschen ist das Gefühl im eigenen Haus zu wohnen unverzichtbar. Viele können es sich nicht vorstellen in einem Haus mit anderen Mietparteien oder anderen Eigentümern zu leben und möchten daher ein eigenes freistehendes Haus für sich alleine. Das hat natürlich Vorteile.

Allerdings muss man in einem solchen Fall eher von einer Luxusanschaffung als von einer Investition reden.

Steuern

Der größte Vorteil der eigengenutzten Immobilie gegenüber der Investition in Aktien ist, dass für die Immobilie keine Ertragsteuern anfallen. Für die Dividenden muss Abgeltungssteuer in Höhe von 26,375% an das Finanzamt abgeführt werden, nachdem die Freibeträge von 801 € bzw. 1602 € ausgeschöpft wurden. § 20 Abs. 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz i.V.m § 32d Abs. 1 Einkommensteuergesetz
Darüber hinaus unterliegt der Veräußerungsgewinn, der für eine Immobilie erzielt wird, nicht der Einkommensteuer, wenn die Immobilie nicht vor zehn Jahren nach Anschaffung wieder verkauft wird. § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz
Bei einer vermieteten Immobilie sieht die Sache schon wieder anders aus. Hier müssen die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung immer versteuert werden (§ 21 Einkommensteuergesetz). Der steuerliche Vorteil liegt allerdings darin, dass man sämtliche Kosten inklusive Abschreibung und Schuldzinsen von den  Einnahmen abziehen kann. Hierdurch ergeben sich besonders in den Anfangsjahren erst mal Verluste, die man steuermindernd geltend machen kann.
Aber auch Dividenden haben steuerliche Vorteile. Diese werden nämlich lediglich mit 26,345 (+ Kirchensteuer) besteuert. Aufgrund der Abgeltungswirkung fließen Dividenden auch nicht in den Steuertarif ein. Dies hat vor allem den Vorteil, das Dividenden den Steuersatz nicht erhöht (Steuerprogression) wie dies bei den anderen Einkünften ist. 

Fazit:

Während solchen Niedrigzinsphasen wie heute kann es sich lohnen anstatt in Aktien in eine Immobilie zu investieren und diese mit einem Darlehen zu finanzieren. Hier muss man allerdings die gestiegenen Grundstückswerte berücksichtigen.
Hat man einen größeren Geldbetrag zum anlegen, halte ich es für sinnvoller diesen in ein gut gestreutes Aktienportfolio zu investieren, da man hierdurch finanziell flexibler bleibt (Aktien sind leichter zu veräußern, Man ist nicht ortsgebunden) und Aktien oder ETF kaum Pflege benötigen.

Jan 032014
 

Passives Einkommen ist eine tolle Sache. Da ich mich gerne mit diesem Thema beschäftige, schaue ich häufig auf anderen Seiten vorbei, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Einiges habe ich auch selbst ausprobiert. Mit mäßigem Erfolg.

Wer nach „Passives Einkommen“ googelt, stößt häufig auf die verschiedensten „Geld-Verdien-Seiten“. Es ist schon enorm was es da alles gibt: Network Marketing, Der reiche Sack, Geldfritz, Affiliate Marketing, Verkauf von Ebooks und sonstigem Infomaterial, Paidmail klicken, und vieles mehr.
Erfreulich ist natürlich, dass immer mehr Blogs bei den ersten Suchergebnissen auftauche, die sich mit passivem Einkommen durch Dividenden auseinandersetzen. So sind die Blogs von Lars Hattwig und Markos Wunram auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu “Passives Einkommen” zu sehen.

Es gibt gute und sinnvolle Programme und Angebote mit denen man sich einen mehr oder weniger hohen Nebenverdienst im Internet erzielen kann. Und es gibt einige, die sich durch das eine oder andere einen Hauptverdienst aufgebaut haben. Keine Frage.

Gründe sich einen Verdienst im Internet aufzubauen sind zahlreich:
  • Das Geld aus dem Hauptverdienst reicht nicht aus.
  • Man möchte mehr Freizeit haben und seine Arbeitszeit reduzieren um mehr Zeit für Familie, Freunde oder Hobbies zu haben.
  • Man mag seinen Beruf/Chef/Kollegen nicht und möchte unabhängig davon werden.
  • Andere wiederum wollen sich einfach selbständig machen.
  • Manche möchten Arbeiten wo sie wollen oder vielleicht sogar auswandern,
  • Oder sind arbeitslos und ohne Aussicht in absehbarer Zeit eine Arbeit zu finden

Gründe im Internet Geld verdienen zu wollen gibt es viele

Diesen Leuten zu unterstellen, sie wollten ohne Arbeit reich werden, ist daher unverschämt. (Wird häufig gemacht.) Wer ohne Arbeit im Internet reich werden will, ist sowieso nach ein paar Wochen wieder weg. Wer sich im Internet schon seit längere Zeit ein passives Einkommen aufbauen will, hat eher das Problem, 

dass er vielleicht viel arbeitet und Geld investiert aber kaum etwas oder nichts damit verdient. Wer im Internet Geld verdienen will benötigt viel Geduld und Ausdauer. Und er muss herausfinden was er gut kann.

Es gibt jedoch auch Programme, die sich wie eine Pest durch das Internet ziehen und den Leuten viel Zeit und/oder Geld kosten ohne Aussicht, jemals etwas zu verdienen. Zu diesen Programmen gehören meines Erachtens Network Marketing, Paid4-Seiten und HYIP.

Network Marketing

Eigentlich könnte Network Marketing  eine wunderbare Möglichkeit sein sich ein passives Einkommen aufzubauen. Die Sache hat nur einen Haken: Etwa 95% der Networker können mit ihren Provisionen noch nicht einmal ihre Kosten decken. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die 95% sorgen dafür, dass die restlichen 5% ein gutes Nebeneinkommen erzielen oder sogar davon leben können. Man benötigt einen sehr großen Anteil von zahlenden Personen, damit ein sehr kleiner Anteil davon leben kann. Der Verdienst der 5% muss ja irgendwo herkommen. Anders 95% der Networker verdienen kein oder kaum Geldwäre das System auch nicht möglich. Im Grunde genommen handelt es sich lediglich um eine Geldumverteilung von unten nach oben, bei der systembedingt ein großer Teil zahlt und ein kleiner Teil verdient.

Das Problem einer jeden Downline besteht darin, dass sich die meisten Downlinemitglieder in der untersten Ebene befinden. Und das ist dort, wo man nichts verdient, sondern lediglich zahlt. Und diese Leute melden sich irgendwann wieder ab, wenn sie nach einiger Zeit nichts verdienen. Hierdurch entstehen neue unterste Ebenen, bei denen die gleiche Gefahr besteht aufzuhören, da diese Networker nun auch nichts mehr verdienen.
Auch wer zu den 5% der mehr oder weniger erfolgreichen Networker gehört, muss ständig für neue Mitglieder sorgen. Stillstand bedeutet auch im Network Marketing Rückschritt. Eine dauerhaft „von selbst“ wachsende Downline haben die wenigsten erfolgreichen Networker.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass kaum ein Networkunternehmen Produkte anbietet, die man nicht irgendwo anders günstiger, umsonst bekommt oder eigentlich absolut wertlos sind. Die Gebühren bezahlt man in der Regel um provisionsberechtigt zu sein. Wer also nichts verdient hört mangels mehrwertschaffender Produkte irgendwann auf.

Wer mit Internet-Network-Marketing anfangen will steht jedoch vor einem weiteren fast unüberwindbaren Problem: Ohne vorzeigbare Erfolge ist es kaum möglich jemanden dazu zu bringen in das eigene Geschäft einzusteigen. Anfängern wird in der Regel empfohlen sich als Network-Experte zu präsentieren. Häufig in Form eines Blogs. Man soll also Leuten zeigen, wie man im Internet Geld verdient, ohne dass man selbst auch nur einen Euro verdient. Das Internet ist “voll” von diesen Blogs. Das funktioniert nicht. Wer bereit ist einen Monatsbeitrag in ein Geschäft investieren will, möchte das auch bei jemanden tun, der selbst bereits erfolgreich ist, und somit wahrscheinlich auch fähig ist einem zu zeigen „wie´s geht“. Die Leute haben hierfür ein Gespür. Es hilft nichts massenhaft Network-Tipps auf seinem Blog zu verbreiten, wenn auf die Gretchenfrage: „Und was verdienst du damit?“ nur ausweichend und verlegen geantwortet werden kann. Erfolgreiche Internetmarketer präsentieren ihre Erfolge. Wer mit Network Marketing anfängt, hat diese Möglichkeit nicht.

Paidmailer

Wer sich für das Geldverdienen im Internet interessiert stößt in der Regel recht schnell auf die Paidmailer. “Lassen Sie sich für das Lesen von Werbemails bezahlen!” lautet der Slogan.

Der Einstieg ist relativ einfach: Man meldet sich bei einigen Paidmailern an und bestätigt den Aktivierungslinks. Darauf bekommt man täglich mehrere Werbemails zugesandt, in denen sich jeweils ein Bestätigungslink befindet. Diesen Mit dem Paidmailklicken kann man kaum Geld verdienenklickt man an, worauf sich im Browser die dazugehörige Werbeseite öffnet. Jetzt wartet man bis ein Countdown abgelaufen ist, und schon hat man Geld verdient. Nun ja… “Geld verdient” ist jetzt zwar richtig aber doch übertrieben. Es handelt sich nämlich in der Regel um einen Bruchteil eines Cents. Wer eine Stunde Paidmails klickt verdient somit 1 – 2 Euro. Mit einen solchen Stundenlohn würde euch jeder orientalische Teppichflechter auslachen.

Das macht aber nichts, denkt sich der Paidmailklicker, man kann ja Refs werben und ist dann an deren Klickerei prozentual beteiligt. Hierfür gibt es einen persönlichen Reflink, den der Paidmailer jedem Mitglied zur Verfügung stellt. Meldet sich jemand anderes über diesen Link an gilt diese Person als von dem Mitglied geworben und landet in dessen Downline. Also eine Art Mini-Network-Marketing.

Aber auch hier liegen die Probleme auf der Hand: Neue Mitglieder auf kostenlosem Wege zu werben ist mühselig. Die meisten geworbenen Mitglieder hören nach kurzer Zeit wieder auf, weil sie schnell feststellen, dass sich hier kaum Geld verdienen lässt.

Nun gibt es auch die Möglichkeit Refs zu kaufen oder einen Autoreggerplatz zu mieten. Das kostet zwar Geld, aber man erhält zuverlässig neue Mitglieder in die Downline. Aber auch hier gilt, dass die Meisten nach kurzer Zeit wieder aufhören, in der Regel schafft man es nicht sein investiertes Geld wieder in Form von Provisionen zurückzuerhalten.

Mit Paidmailern verdienen in der Regel nur die Betreiber und Ref-Jäger Geld. Dabei sind viele Paidsmail-Betreiber auch Ref-Jäger.

Ref-Jäger werden?

Nun könnte man denken: “Ja, dann werde ich halt einfach Ref-Jäger.” Das funktioniert nicht. Es gibt nicht den einfachen Trick, mit dem man innerhalb weniger Tage hunderte von Refs werben kann.

Ref Jäger sind in der Regel selbst Betreiber eines Paidmailers mit tausenden Mitgliedern. Entsteht ein neuer Mailer oder läuft eine Ref-Rally wird einfach eine Mail mit einem Werbetext und dem Reflink an die Mitglieder geschickt, und schon hat der Refjäger seine Downline um eine zwei- bis dreistellige Mitgliederzahl erhöht.

Eine andere Methode ist es Autoreggerplätze zu vermieten. Der Ref-Jäger vermietet auf mehreren Autoreggern Werbeplätze. Bei 20 vermieteten Plätzen kann das schon einen Betrag von ca. 1.000 €  einbringen (je nach Mietpreis). Nun besetzt er zehn Plätze mit eigenen Mailern. In der Regel sind das die Lukrativsten Mailer (z.B. weil dort eine RefRally läuft). Nun investiert die 1.000 € um den Regger zu bewerben. Der Refjäger erhält nun für die Downlines seiner eigenen 10 Mailer zahlreiche Refs, ohne dass er auch nur einen Euro investieren musst. Die komplette Werbeaktion wurde von den Mietern bezahlt. Und diese haben kaum eine Chance jemals den vollen investierten Betrag durch Provisionen jemals zurückzuerhalten.

Ref-Jäger kennen sich in der Regel persönlich und arbeiten zusammen. In dieses Netzwerk  als Fremder reinzukommen, oder ohne dieses Netzwerk im Paidmailgeschäft es zu was zu bringen, ist fast nicht möglich. Wer einen eigenen Paidmailer startet ist davon abhängig, von einem Ref-Jäger genug Mitglieder geliefert zu bekommen. Wenn das Paidmail-Netzwerk nicht will, dass sich ein neuer Paidmail-Betreiber etabliert, wird dieser am ausgestrecktem Arm verhungern.

Erfolgreiche Internetmarketer

Erfolgreiche Internetmarketer wie Dennis Koray, Heiko Häusler, Daniel Dirks, Sven Meissner oder Ralf Schmitz haben eines gemeinsam:

Sie haben mit dem Internetmarketing angefangen als dieses noch in den “Kinderschuhen” steckte und eine Konkurrenz kaum vorhanden war. Heute ist es sehr schwierig im Internet erfolgreich Geld zu verdienen. Warum? Erfolgreiche Internetmarketer haben früh angefangenWeil die Konkurrenz viel größer ist als damals. Das Netz ist überflutet von Seiten die für irgendetwas werben. Sich da zu etablieren ist sehr schwierig.
Vor 8 Jahren reichte es aus ein kurzes Ebook zu schreiben, eine mittelmäßige Seite zu erstellen, ein paar passende Keywords einzugeben, und schon war man bei den Suchergebnissen vorne dabei und konnte Geld verdienen. Diese Zeiten sind längst vorbei.
Aber in dieser Zeit konnten sie sich etablieren, Email-Listen aufbauen und Erfahrungen sammeln, so dass sie auch heute noch erfolgreich sind.
Darüber hinaus, haben viele erfolgreichen Internetmarketer eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, dass ihnen bei ihrer jetzigen Tätigkeit zugute kommt.

Eines haben jedoch auch die meisten Internetmarketer ebenfalls gemeinsam. Und davon kann jeder lernen, der im Internet Geld verdienen will:

Fast alle haben am Anfang mit Dingen Geld verdient, die eigentlich nichts mit dem Thema “Geld verdienen” zu tun haben. Die Meisten haben Ebooks verkauft, die irgendwelche Probleme gelöst haben oder lösen hätten sollen.

Viele Geld-verdien-Willige starten gleich einen Blog oder eine Webseite auf dem/der sie der Welt zeigen wollen wie man im Internet Geld verdient. Und das ohne jemals selbst ein Projekt zum Erfolg gebracht zu haben. Das funktioniert nicht. Die Leser merken, ob der Seitenbetreiber nur theoretisch faselt oder selbst Erfolge präsentiert.

Sinnvoller ist es daher eine Webseite oder einen Blog zu erstellen über ein Thema, in dem man sich auskennt und dieses Wissen weitergibt. Wenn man dann noch ein paar Affiliate Prgramme und/oder Google-Adsense in die Webseite / in das Blog integriert hat man bessere Chancen Geld damit zu verdienen, als wenn man den Leuten zeigen will wie man finanziell unabhängig ist, aber selbst noch ein Arbeitssklave ist. 

Wer noch keine Erfahrung mit Blogs, Webseiten oder Affiliate Marketing hat, kann sich für ein paar Euro das Ebook “Der reiche Sack” bestellen. Hier werden die wichtigsten Grundlagen zu diesen Themen vermittelt.

Okt 192013
 

Wenn Sie sich mit Geldanlagen beschäftigen, haben Sie mit Sicherheit schon häufig folgenden Ratschlag gehört: „Begrenzen Sie Ihre Verlusten indem Sie für jedes Wertpapier einen Stop-Loss setzen“. Dieser Tipp zieht sich seit Jahren wie eine religiöse Formel durch Bücher, Zeitschriften und Webseiten.

Was ist eigentlich ein Stop-Loss?
Man kann für jedes Wertpapier einen Stop Loss einrichten. Die ist ein Kurswert, der unter dem aktuellen Kurswert liegt. Unterschreitet der Kurs des jeweiligen Wertpapiers diesen festgelegten Kurs, wird das Wertpapier verkauft.

Was ist der Sinn und Zweck des Stop-Loss?
Der Stop-Loss soll Verluste begrenzen. Erreicht bei einem Kursverfall das Wertpapier einen bestimmten Kurs, werden die Wertpapiere verkauft. An den weiteren Kursverlusten nimmt man nun nicht mehr teil, da man ja dort nicht mehr investiert ist. Der Stop-Loss wird Ihnen sozusagen als Schutz vor (größeren) Verlusten „verkauft“.

Warum kommt ein Stop-Loss für mich niemals in Frage?
Meine Investments sind (mit Ausnahme der Low-Five) immer langfristig. Mein Ziel ist mir durch Aktien und ETF ein langfristiges passives Einkommen aufzubauen. Die Aktien in die ich Investiere können immer mal auf einen bestimmten Wert fallen. Solche Kursverluste sind normal. Vor allem in Krisenzeiten. Solche Zeiten sind Chancen günstig an Aktien und ETF zu kommen.

Warum sind Stop-Loss-Limits Kapitalvernichter?
Stellen Sie sich vor Sie halten eine Aktie. Gekauft haben Sie bei -sagen wir- 50 €. Angenommen es handelt sich um ein hervorragendes Unternehmen, von dem Sie langfristig überzeugt sind. Auf Anraten verschiedener Informationsquellen setzen Sie einen Stop-Loss bei 40 €, da Sie sich ja vor Verlusten schützen wollen. Jetzt fällt der Kurs der Aktie tatsächlich unter 40 €. Ihre Aktien werden automatisch verkauft. Nach zwei Wochen steigt der Kurs wieder auf 50 €. Ein halbes Jahr später liegt er schon bei 60 €.
Solche Kursverläufe gab es in der Vergangenheit häufig und wird es immer geben. Sie haben in diesem Beispiel nicht nur effektiv Geld verloren, Sie waren bei dem Kursanstieg über die Einstiegskurs von 50 € hinaus nicht dabei. Hätten beim erreichen des Kurses von 40 € nicht verkauft sondern weitere Aktien nachgekauft, wären Sie mit diesem Betrag innerhalb eines halben Jahres mit 33,33% in der Gewinnzone. Vor allem hätten Sie günstig eingekauft und eine höhere Dividendenrendite erzielt.
Sie glauben mir nicht? Nun, dann schauen Sie sich doch einfach mal den Kursverlauf der letzten 15 Jahre eines Wertpapiers Ihrer Wahl an. Sie werden feststellen, dass es (fast) immer mindestens einen Kurssturz vom 20 – 30% gegeben hat. Wahrscheinlich hat sich der Kurs nach einiger Zeit auch wieder erholt, wenn es sich um ein etabliertes Unternehmen handelte.

Woher weiß ich , dass der Kurs nicht noch weiter fällt wenn ich Aktien nachkaufe?
Nun, das kann Ihnen natürlich niemand sagen. Es geht ja nicht darum den optimalen Einstiegszeitpunkt zu treffen (das zu schaffen ist sowieso Glück bzw. Zufall), sondern darum günstig passives Einkommen zu erwerben. Bei einem guten Langfristinvestment können Sie sicher sein, dass sich der Kurs wieder erholt.
Sie sollten natürlich immer einen Blick darauf werfen (Nachrichten) warum der Kurs gefallen. Liegt eine Krise vor, die fast alle Aktien, Aktienfonds und ETF nach unten gezogen hat? Dann ist Ihr Unternehmen noch genauso gut wie vorher. Es ist nur billiger zu haben. Sind die letzten Quartalszahlen oder Prognosen schlecht gewesen? Kann immer mal passieren. Die Dividende wurde gestrichen? Ok, das Unternehmen scheint echt Probleme zu haben. Weg damit!
Sollte der Kurs noch weiter fallen oder sich nicht erholen, dann kaufen Sie eben wieder nach. Vor allem in Krisen. Wichtig ist dabei natürlich, dass Sie sich an die Grundsätze halten, die ich in „Income for Life: Der Weg zum passiven Einkommen“ beschrieben habe. Eine erneute Investition in ein marodes Unternehmen macht nämlich wenig Sinn.

Fazit:
Auch gute Investments haben Kursverluste. Der Stop-Loss macht aus vorübergehenden Schwächephasen effektive Verluste. Wer gute Investments hat braucht keinen Stop-Loss sondern einen Geldbetrag zum billig nachzukaufen. Daher lautet mein Credo: „Buy-cheap statt Stop-Loss“.

Sep 292013
 

Schon einige Male habe ich geschrieben, dass man viel Geduld und Disziplin braucht um sich ein passives Einkommen mit Dividendenaktien aufzubauen. Leicht gerät man dabei in Versuchung diesen Weg abkürzen zu wollen. Eine dieser Abkürzung heißt Forex. Dort handelt man mit Währungen. Durch einen dreistelligen Hebel  wirken sich selbst geringe Kursschwankungen sehr stark auf den Gewinn oder Verlust aus, den man mit einem Trade einfährt. Zahlreiche Forex-Gurus versuchen ihnen (oft) teuere(s) Kurse, Ebooks oder Trainingsmaterial zu verkaufen. Auch Forex Roboter (Expert Adiser), die in den Metatrader integriert werden und automatisch nach bestimmten Formel automatisch handeln, sind ein Verkaufsschlager. 

Wie funktioniert der Forexhandel?
Um mit Währungen zu handel benötigt man ein Konto bei einem Broker. Ist man dort angemeldet, kann man sich sich einen Metatrader herunterladen in dem die einzelnen Charts angezeigt werden und in dem man die einzelnen Trades eröffnen oder beenden kann. Dabei setzt man auf Währungspaare wie zum Beispiel Euro und Dollar. Bei einem Trade wettet man darauf ob der Kurs der ersten Währung (hier: Euro) im Vergleich zum Kurs der zweiten Währung (hier: Doller) steigt oder fällt. Dies zum einen von den Trades der anderen Teilnehmer und zum anderen von aktuellen Ereignissen abhängig. Wie schon gesagt wirken sich bereits geringe Kursschwankungen sehr stark auf Gewinn oder Verlust aus, so dass enorme Gewinn- aber auch enorme Verlustrisiken bestehen. . 


Warum halte ich nicht wirklich viel vom Forexhandel? 
Forextrader bezeichnen sich oft als Investoren. Aber das sind sie nicht. Sie sind Zocker, die entweder auf „buy“ oder „sell“ setzen. Dabei wetten sie darauf, dass der Kurs einer Währung gegenüber dem Kurs einer anderen Währung entweder steigt oder fällt. Ich sage nicht, dass das schlecht oder verwerflich ist. Nein, ich finde das sogar völlig in Ordnung. Ich behaupte nur, dass es für einen Normalbürger kaum möglich, langfristig Gewinne erzielen. Das hat folgende Gründe:

  1. Unzuverlässige Chartanalyse 
    Da Sie nicht in Sachwerte investieren, müssen Sie sich zum großen Teil auf Charttechniken (Technische Analyse) verlassen. Durch die Chartanalyse wird der Trend bzw. werden Indikatoren festgestellt, die dann voraussagen sollen, wie sich der Kurs mit großer Wahrscheinlichkeit entwickeln wird. 
    In zahlreichen Büchern und auf etlichen Webseiten können Sie lernen, woran Sie erkennen können, wie sich der Kurs in der nächsten Zeit entwickelt. Allerdings wird in der Regel auch im Rahmen dieser Darstellungen erwähnt, dass sich der Kurs trotz der Signale auch in die andere Richtung bewegen kann. 
    Wer soll mit diesen Informationen arbeiten? „Unterschreitet der Kurs die Supportlinie fällt er wahrscheinlich noch weiter, aber er könnte auch steigen.“, lautet die Quintessenz der zahlreichen Forexschulen und Fachbücher. In den dort vorgestellten Beispielen passt natürlich alles perfekt: Die Signale sind klar zu erkennen und die festgestellte Kursentwicklung hat sich natürlich bewahrheitet. 
    Versuchen Sie das jedoch mal selbst nachzuvollziehen und schauen Sie, wie sich der Kurs danach entwickelt. Sie werden staunen und dabei feststellen: Es gibt keine Regeln, auf die Sie sich verlassen können. Sie wissen nie wann und wie weit eine Korrektur des derzeitigen Trends erfolgt, oder ob nicht gerade ein Trendwechsel bevorsteht. Indikatoren erweisen sich als Luftnummern. Von den zahlreichen Interpretationsmöglichkeiten der Indikatoren will ich gar nicht anfangen. 
    Schauen sich einmal einen Chart an. Sie werden sehen, dass sich der Kurs sehr oft plötzlich in die andere Richtung bewegt als erwartet. Manchmal sogar ganz schön gewaltig. Dazu kommt, dass sich Indikatoren in der Regel widersprechen, je nachdem welche Strategie man verfolgt oder welches Zeitfenster man heranzieht. Selbst wenn sich eine weitgehende Übereinstimmung ergibt, wird man danach feststellen, dass sich der Kurs dann doch in eine völlig unerwartet Richtung entwickelt hat. 
    Die meisten Forex-Infoseiten geben völlig offen zu, dass es keine sichere Technik gibt, mit der Gewinne erzielen kann. 
    Fazit: 
    Chartanalyse ist Kaffeesatzleserei!
    .
  2. Wetten gegen die Profis 
    Wer mit Währungen handelt geht eine Wette ein. Sie wetten aber nicht nur gegen andere Normalbürger, sondern gegen echte Profis. Diese Profis machen den ganzen Tag nichts anderes als zu spekulieren. Sie haben jahrzehntelange Erfahrungen, wissen wie man als Erster an relevante Informationen gelangt und wie man diese umsetzt und haben jeden stundenlang Zeit den Markt zu beobachten und zu analysieren. Oft sitzen diese Leute auch an wichtige Informationsquellen. 
    Und gegen diese Profis wollen Sie antreten? Glauben Sie wirklich, dass Sie mit Ihren Trades richtig liegen, während die Forex-Profis sich irren? 
    Das ist so als würden Sie als Hobbyschachspieler gegen die Teilnehmer der Schachweltmeisterschaft antreten und ihr Geld darauf setzen, dass Sie gewinnen. Das wäre Wahnsinn. Aber geblendet vom schnellen Geld lassen sich etliche auf dieses Spiel ein. 
    .
  3. Kaum einer schafft es 
    Versuchen Sie mal Personen zu finden, die vom Forexhandel leben. Es soll solche Leute geben, aber man liest kaum etwas über sie. Ich persönlich halte die Zahl für sehr, sehr gering. Falls Sie jetzt doch die eine oder andere Person gefunden haben, schauen Sie wie viele es davon vom Hobbytrader zur finanziellen Unabhängigkeit gebracht haben. Spätestens jetzt werden Sie wahrscheinlich niemanden finden. Hören Sie sich in Forex-Foren um. Sie werden dort niemanden finden, der auch nur annähernd vom Forexhandel leben kann.  
    Sie finden aber unzählige Leute, die darüber klagen, dass sie, obwohl sie sich intensiv mit der Thematik beschäftigt haben, zahlreiche Bücher gelesen und auf etlichen Webseiten und Foren sich informiert haben, nach wenigen Wochen ihr komplettes Konto verzockt haben. 
    Eine Überlegung: 
    Wer müsste eigentlich zu den absoluten Forex-Cracks gehören? Das müssten doch Leute sein, die eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich des Finanz- und/oder Bankenwesens absolviert haben und daher wissen müssten, wie man Finanznachrichten umsetzt, oder wie man Charts liest. Seltsamerweise stehen diese Leute offensichtlich lieber am Bankschalter oder sitzen in ihrem Büro anstatt ihr Wissen umzusetzen und sich am Devisenmarkt innerhalb weniger Jahre in ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit unter Palmen in der Hängematte zu traden. 
    Darüber sollte jeder Forexanfänger nachdenken. 
    Es gibt zwar zahlreiche Versprechungen vom Forextrading leben zu können, meistens geht es auf solchen Seiten darum irgendeinen Kurs zu verkaufen oder ein Brokerkonto zu eröffnen. 
    Wer von Forex lebt, tut es nicht durch das Traden, sondern indem er Bücher darüber schreibt, Forexseminare hält oder ein Broker ist.

Auf einer Forexseite konnte ich sogar lesen, dass Forextrading sicherer wäre als eine Investition in Aktien. Als Begründung wird angeführt: „Mit einer Aktie kann man einen Totalverlust erleiden, mit Forex ist das nicht möglich.“ 
Das ist lustig. Vor allem wenn man bedenkt, dass Forextrader mit einem Hebel im dreistelligen Bereich hantieren, der einem das Konto innerhalb weniger Stunden leerräumen kann, wenn man nicht aufpasst. Das ist mit einer Aktie kaum möglich. Wer in Aktien investiert erhält dafür einen Sachwert dafür. Wer einen Forextrade eröffnet erhält…. keine Ahnung. Eigentlich nichts.

Wer unbedingt den Forexhandel erleben möchte, dem empfehle ich erstmal ein paar Monate auf einem Demokonto mit Spielgeld zu handeln. Bei den Meisten wird das schon ausreichen, um sie von dem Verlustpotenzial des Forextradings zu überzeugen. 
Wer dann immer noch mit Echtgeld handeln will, dem rate ich dringendst niemals mehr als 5% des verfügbaren Vermögens auf das Brokerkonto einzuzahlen. Denn wer mit seinem hart verdientem Geld handelt, hat automatisch noch mit einigen psychischen Aspekten zu kämpfen, die das Traden nicht einfacher machen.

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