Aug 172013
 

Wer sich ein passives Einkommen mit Aktien aufbauen möchte, muss sich einige Gedanken machen, wie er seine Investments plant und organisiert. Um dieses Thema dreht sich dieser Artikel.
.
Bei welcher Bank eröffne ich mein Depot?

Wer in Aktien investieren will braucht vor allem ein Depot bei einer Bank. Man kann wohl bei jeder Bank ein Wertpapier-Depot eröffnen. Nun, ich kann jetzt wirklich nicht behaupten mich wirklich gut mit den zahlreichen Möglichkeiten auszukennen. Daher kann ich auch nicht viel dazu sagen. Ich denke jedoch dass man bei der Auswahl vor allem die Kosten Transaktion- und Depotgebühren berücksichtigen sollte. Je geringer die sind, desto mehr bleibt von meinem Geld für die tatsächlichen Investitionen übrig. Ich würde das Depot auf jeden Fall online führen, da man hier einfach am unabhängigsten ist, und völlig unkompliziert sich Wertpapiere ins Depot holen kann. Am Besten einfach mal googeln und sich die Bewertungen im Internet anschauen. Ich habe mein Depot bei der ING-DiBa und kann echt nicht meckernSmiley.
.
Wie viel möchte/kann ich investieren?

Wie viel du Geld du investierst hängt natürlich immer von deinem Verdienst und deinem Verbrauch ab. Man sollte jeden Monat einen festen Betrag zurücklegen. Am Besten per Dauerauftrag auf ein Zwischenkonto. Die Höhe des Betrags ist natürlich jedem selbst überlassen. Legt man etwa 10% seines Bruttogehalts zurück, ist das schon ein ordentlicher Betrag. Es ist jedoch besser einen geringeren Betrag zu investieren als gar nichts. Man muss jedoch bedenken, dass es sich erst ab einem Betrag von ungefähr 500 € lohnt sich Aktien zu kaufen, da man in der Regel einen gewissen Mindestbetrag als Transaktionsgebühr bezahlen muss. Besser wäre ein Investitionsbetrag von 1.000 €. Wer also nur 50 € im Monat zurücklegen kann, muss rund ein Jahr lang auf das Zwischenkonto einzahlen, bis es sich mal lohnt Aktien mit dem angesparten Betrag zu kaufen. Hier würde ich für den Anfang einen Sparplan in einen ausschüttenden Dividenden-ETF empfehlen, der oft schon ab 50 € pro Monat möglich ist.
explosion_1Lass dich jedoch nie dazu verleiten deine Aktieninvestitionen mit einem Darlehen zu finanzieren. Das habe ich schon bei Bekannten erlebt. Und es war nicht gut. So schafft man sich kein passives Einkommen sondern nur passive Ausgaben.
Man sollte auch bedenken, dass man immer ein ausreichendes Geldvermögen zur Verfügung haben sollte. Man weiß nie, ob mal das Auto den Geist aufgibt, die Waschmaschine streikt, ein Umzug plötzlich erforderlich ist… Mit solchen Dingen muss man immer rechnen. Halte daher immer genug Geld “in der Hinterhand”, damit du in solchen Fällen nicht dein Depot anzapfen musst.
.
Welche Strategie verfolge ich?

Wer sich ein passives Einkommen aufbauen möchte braucht eine Strategie. Das kann eine Dividendenstrategie sein, eine selektive Auswahl an Aktien oder eine Mischung von beiden. Man kann auch völlig die Finger von einzelnen Aktien lassen und in Dividenden-ETF investieren. Auch in diesem Bereich gibt es gute Wertpapiere. Hier gibt es zahlreiche gute Möglichkeiten und Kombinationsmöglichkeiten. Es ist nur wichtig, sich ein System zurechtzulegen, dieses zu verfolgen und notfalls auch zu ändern.
.
Wie verteile ich das Risiko?

Wichtig ist auch die Frage, auf wie viele Wertpapiere man seine Investitionen verteilt. Ich denke, es steht außer Frage, dass man nie “alle Eier in einen Korb legen darf” und natürlich auch nicht in zu wenige. Streue daher immer das Risiko!
Ich denke, dass ein Wertpapierdepot mindestens zehn Wertpapiere enthalten sollte. Wenn man zwischen fünfzehn und zwanzig Wertpapiere im Depot hat, müsste das Risiko ausreichend verteilt sein. Bei mehr als zwanzig Positionen wird es schwierig den Überblick zu behalten.
Auch wenn man nicht sofort die finanziellen Mittel zur Verfügung hat gleich zehn Aktien zu kaufen, sollte man doch schauen, dass man innerhalb recht kurzer Zeit durch monatliche Investitionen auf eine ausreichende Risikoverteilung kommt.
Ist dies nicht möglich, würde ich mir zunächst zwei oder drei Dividenden-ETF ins Depot holen und erst dann mit Aktieninvestitionen anfangen.

 

Aug 152013
 

Hallo
dies ist der erster Beitrag auf meinem neuen Blog. In diesem ersten Artikel möchte über einige allgemeine Grundsätze schreiben, die meines Erachtens sehr wichtig sind, um sich mit Dividenden ein möglichst stabiles passives Einkommen aufzubauen. Es gibt einige Fallen, die auf diesem Weg liegen, die ganz schön viel Geld kosten können. Einige davon habe ich selbst schon sehr gut kennengelernt. Üble Sache…
Bei der Suche nach Aktien, die dir ein dauerhaftes Dividendeneinkommen einbringen sollen ist es wichtig systematisch vorzugehen und ein paar Grundsätze zu beachten.

Ein großer Fehler

smiley_stopDie Dividende als Entscheidungskriterium für Aktienanlagen, hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Das ist auch richtig.
Viele Anleger lassen sich jedoch nun dazu verleiten ausschließlich auf die aktuelle Dividendenrendite zu schauen und ihre Anlageentscheidung daran zu auszurichten. Die aktuelle Dividendenrendite ist allerdings kein Indikator, dass die Dividende auch in Zukunft in gleicher Höhe gezahlt wird. Aktionäre von France Telecom, Telefonica, Eon, RWE… können wahrscheinlich “ein Lied davon singen”.
Häufig ist die aktuelle Dividendenrendite deswegen so hoch, weil bereits der Kurs ordentlich unter die Räder gekommen ist. Das wäre ja noch gar nicht so tragisch. Kurseinbrüche gibt es immer mal. Wenn jedoch der Kurssturz durch dauerhafte Einbrüche bei den Umsätzen und des Gewinns verursacht wurde, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die bisher hohe Dividende gekürzt oder ganz gestrichen wird, was dann einen weiteren Kurssturz zur Folge hat. Häufig muss die Aktie dann mit einem Verlust verkauft werden. So baut man sich in der Regel kein passives Einkommen aufSmiley.
Die Orientierung an der Dividendenrendite ist allerdings dann in Ordnung, wenn du eine bestimmte Dividendenstrategie wie die “Dogs of the Dow” oder die “Low Five” verfolgst. Diese Strategien müssen dann aber auch konsequent durchgezogen werden. Darauf werde ich in späteren Beiträgen noch eingehen.

Wer sich ein passives Einkommen aufbauen will achtet vor allem darauf, dass die aktuell gezahlte Dividende höchstwahrscheinlich auch in Zukunft gezahlt wird und sich im Optimalfall jährlich erhöht. Wichtiger als die aktuelle Dividendenrendite ist daher die Stabilität des Unternehmens, dessen Aktien ich kaufen möchte. Hierzu berücksichtige ich folgende Anhaltspunkte.

Die hierzu notwendigen Daten findest du unter Finanzen.net.

1. Dividendenzahlungen in der Vergangenheit:

Ein gutes Dividendenunternehmen schafft es jährlich seine Dividende zu erhöhen. Am Besten ununterbrochen seit vielen Jahren. Hierzu empfehle dir die “Dividendenchampions” auf MyDividends.de ab und zu mal anzuschauen. Hier findest du amerikanische Unternehmen, die schon seit über 50 Jahren ihre Dividende ununterbrochen jährlich erhöhen. Europäische Dividenden Champions findest du HIER. Ok, europäische Aktien haben nicht die lange Dividendenerhöhungshistorie wie amerikanische Aktien, aber auch hier sind einige attraktive Aktien dabei.
Bei den “Dividenden Champions” handelt es sich häufig um sehr stabile Unternehmen mit starken Bilanzen, die so erfolgreich sind, dass sie jedes Jahr eine höhere Dividende bieten können als im Vorjahr.
Income-for-Life-Aktien schaffen es jedes Jahr ihre Dividenden zu erhöhen!

2. Verhältnis Gewinn – Dividende:

Es gibt Unternehmen die mehr Dividende ausschütten als sie wirklich verdienen. Das geht langfristig selten gut. Schüttet ein Unternehmen mehr als ca. 60% des Gewinns an Dividende aus genügt eine kleine Krise, um die Dividendenzahlungen zu gefährden. Noch schlimmer ist es, wenn Unternehmen die Dividende über Schulden finanziert. Einem Unternehmen dagegen, dass nur einen Teil seines Gewinns ausschüttet, bleibt noch genügend finanzielle Mittel, um Investitionen zu tätigen und weiter zu wachsen, was wiederum der zukünftigen Dividende zugute kommt.
Investiere daher nur in Aktien die maximal 60% des Gewinns als Dividende ausschütten! Dies sollte auch in der Vergangenheit der Fall gewesen sein.

3. Fremdkapitalquote

high_voltage_warningDass ein Unternehmen Schulden hat ist absolut normal. Wenn du jedoch in ein Unternehmen investieren möchtest, solltest du darauf achten, dass die Fremdkapitalquote bei maximal 70% liegt. Hat das Unternehmen eine höhere Fremdkapitalquote besteht immer die Gefahr, dass dieses Unternehmen plötzlich auf den Gedanken kommt, dass jetzt Schulden abgebaut werden müssen und die Dividende kürzt. Ich habe im Sommer 2010 mal einiges Geld in Aktien von Telefonica investiert. Dabei habe ich nicht auch die Fremdkapitalquote geachtet. Telefonica hatte zwar eine Dividendenrendite von über 10% aber eine Fremdkapitalquote von über 80%.  Im Jahr 2012 wurde die Dividende gestrichen, weil die Schulden abgebaut werden mussten und auch der Mobilfunkmarkt eng wurde. Im Juli 2013 habe ich die Aktie dann mit 40% Verlust verkauft. Hätte ich damals auf die Fremdkapitalquote geachtet und mich nicht von der hohen Dividendenrendite blenden lassen, wäre mir das nicht passiert.
Income-for-Life-Atkien haben daher eine immer eine Fremdkapitalquote von maximal 30%.

4. Steigende Ergebnisse

Wer eine steigende Dividende erzielen möchte sollte darauf achten, ob dass das in Erwägung gezogene Unternehmen es schafft jährlich seinen Umsatz und Gewinn zu erhöhen. Konnte ein Unternehmen in der Vergangenheit ständig steigende Ergebnisse präsentieren, spricht dies dafür, dass dieses Unternehmen gut und verantwortungsvoll geführt wird. Ok, Umsatz- und Gewinneibrüche gibt es immer mal. Vor allem in Krisenjahren. Wichtig ist jedoch, dass die Tendenz in den letzten zehn Jahren steigend ist.

5. Güter des täglichen Bedarfs

Investiere in erster Linie in Unternehmen, die Güter des täglichen Bedarfs produzieren.
Das sind Produkte wie Nahrungsmittel, Kosmetikartikel, Tiernahrung, Wasch- und Putzmittel… Solche Artikel werden auch in Krisenzeiten benötigt und gekauft. Hier kann nicht so einfach gespart werden.
Aus diesem Grund sind solche Unternehmen relativ krisenresistent, da die Gewinne in der Regel nicht stark einbrechen, wenn Verbraucher “den Gürtel enger schnallen müssen”

6. Starkes Unternehmen

Wer sich ein passives Einkommen aufbauen will, sollte in etablierte Unternehmen investieren. Am Besten in Konzerne die Weltweit tätig sind und in zahlreichen Ländern vertreten sind und etliche Marken besitze und zahlreiche Tochterfirmen unter sich haben. Diese Unternehmen haben zahlreiche Einnahmequellen aus der ganzen Welt, so dass das Risiko breit gestreut ist. Dass solche Unternehmen insolvent werden ist zwar nicht ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch geringer als bei Unternehmen mit geringerer Reichweite, nur einer Marke oder ohne Firmennetz.
Am Besten sind Marktführer geeignet, deren Produkte (fast) weltweit bekannt und in den Alltag integriert sind.
Income-for-Life-Aktien sind daher in der Regel weltweit tätige Konzerne.

Ok. Das war ein kleiner und recht kurzer Überblick einiger für mich wichtiger Grundsätze, an denen ich mich bei meinen Investments orientiere.

Ich hoffe euch hat mein erster Beitrag gefallen. Vielleicht konnte ich dem einen oder anderen einige Anregungen geben.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen