Apr 292015
 
50% Aktien und 50% Geldwerte

Jeweils die Hälfte werden in Aktien und in Geldwerte investiert.

Im letzten Artikel habe ich mich mit der Sell-in May/Summer-Strategie auseinandergesetzt. Dabei habe ich erläutert, warum eine sinnvolle Investitionsstrategie immer eine nachvollziehbare Begründung erfordert, damit sie auch in der Zukunft erfolgreich eingesetzt werden kann. Eine gute Performance in der Vergangenheit reicht nicht aus, um mit einer Strategie in der Zukunft Erfolg zu haben.

Nun gibt es ja noch zahlreiche weitere Investitionsstrategien. Eine dieser Strategien, die mir schon einige Male in Büchern und Zeitschriften begegnet ist ist die Fifity-Fifty-Strategie.

Wie funktioniert diese Strategie?
Die Vorgehensweise dabei ist sehr einfach. Man nimmt einen bestimmten Geldbetrag -sagen wir 20.000 €- und investieren diesen wir zu 50% in Aktien bzw. einen Aktien-ETF und die anderen 50% in Geldwerte wie Anleihen oder Geldmarktfonds. Bis jetzt hört sich das Ganze lediglich nach Risikostreuung an. Aber es geht noch weiter: Man wartet ab und beobachtet das Verhältnis der Werte der beiden Geldanlagen. Beträgt nach einiger Zeit das Verhältnis Aktien/Geldwert z.B. 60:40 (weil z.B. der Aktienkurs gestiegen ist), würde man nun 10% der Aktien verkaufen und den Erlös in die Geldwertanlage investieren. So hat man wieder das Verhältnis 50:50 hergestellt. Das Ziel ist es bei dieser Strategie, weitgehend immer das Verhältnis 50:50 zwischen den beiden Anlagenformen zu halten. Bei einseitigen Kursgewinnen oder Kursverlusten der einen Anlagenart wird umgeschichtet.

Warum macht man das?
Der Sinn und Zweck dieser Strategie liegt auf der Hand: Man startet bei 50:50. Bei dem Geldwertanteil (z.B. Geldmarktfond) geht man davon, dass sich dessen Kurs langsam aber doch (recht) sicher nach oben bewegt. Anders sieht es da bei den Aktien-ETF aus. Dessen Kurs kann sich mal stark nach oben oder nach unten bewegen. Steigt nun der Aktien-ETF schneller als der Geldmarktfond, hat man mit dem ETF einen Gewinn gemacht. Dieser Gewinn wird realisiert, indem man den „überschüssigen“ Anteil an Aktien verkauft. Hierdurch werden Gewinne gesichert.

Nun könnte der Kurs des Aktien-ETF auch fallen, so dass nun der Geldmarktfonds einen höheren Wert besitzt. In diesem Fall verkauft man nun einen Teil des Geldmarktfonds und erhöht seinen Aktien-Anteil. Da sich der Aktienkurs auf einen niedrigeren Stand befindet als bisher, könnte dies nämlich ein günstiger Zeitpunkt sein um seinen Aktienanteil zu erhöhen.

Kurz gesagt: Das Ziel der 50:50-Strategie ist es, antizyklisch Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Sind die Aktienkurse gestiegen werden Aktien(ETF) verkauft. Sind die Kurse gefallen werden Aktien(ETF) gekauft. Viele machen es umgekehrt und verlieren dabei Geld.

Fazit:
Insgesamt macht die 50:50-Strategie durchaus sind. Sie sorgt dafür, dass bei Kurssteigerungen Gewinne mitgenommen werden und bei Kursverlusten neu investiert wird. Eigentlich kann man kaum etwas falsch machen, wenn man diese Strategie anwendet.

Ich persönlich wende die 50:50-Strategie nicht an. Mir sind derzeit die Zinsen, die sich ja auch auf die Kursentwicklung von Geldmarktfonds auswirken, zu gering. Die 50% des Geldes, das in den Geldmarktfonds investiert wird, ist derzeit so gut wie totes Kapital. Meines Erachtens macht es mehr Sinn nach dieser Strategie zu investieren, wenn der durchschnittliche Entwicklung des Geldmarktfonds (bzw. das Zinsniveau) mindestens so hoch ist wie die durchschnittliche Dividende, des Indexes in den man investieren möchte.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass es natürlich auch Geldmarkt-ETF gibt, in die man die Hälfte seiner Investmentsumme investieren kann. Bei dem Aktienanteil würde ich in einen ETF mit breiter Streuung wie einen DAX, EuroStoxx, DowJones, GlobalStox… vorziehen.

Apr 122015
 

Seit 36 Jahren erhöht McDonald´s jährlich seine Dividendenausschüttungen. Doch der Konzern steckt in Schwierigkeiten: Immer weniger Leute haben Lust auf Burger. Während der Konzern in 2013 noch einen Gewinn von 5,5 Millarden hatte, sank dieser auf 4,8 Milliarden.

McDonald´s selbst versucht nun durch erweiterte Angebote der geringen Nachfrage entgegenzuwirken. So wird gibt es Pläne für die Möglichkeit mit einem Tablet eine Bestellung aufzugeben und das Essen serviert zu bekommen. Des Weiteren soll das Angebot für Vegetarier erweitert werden.

Dividendenerhöhungen bei MC Donald´s in der Zukunft?

Die Frage die sich bei dem allen stellt, ist ob nach 36 weiterhin die Dividende jährlich erhöht werden kann.
Nun, die aktuelle Dividende liegt bei 3,28 $ pro Aktie. Bei einer Erhöhung auf 3,45 $ (Gewinn pro Aktie = 4,82 $) würde die Ausschüttungsquote bei 70%. Das wäre zwar eine recht hohe Ausschüttungsquote (eigentlich sollte diese maximal 60% betragen), sollte McDonald´s seinen Gewinn künftig wieder steigern können, wäre dies ein einmaliger Fall.

Ich denke daher nicht, dass McDonald´ die Dividende dieses Jahr senkt. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Gewinne künftig wieder steigen werden. Eine schlechte Zeit hat jedes Unternehmen mal.

Apr 102015
 

Es gibt ja Leute/Experten und Buchautoren, die behaupten, man könne erst ab einem Investitionsbetrag ab 50.000 € in Wertpapiere investieren. Erst ab einem solch hohen Betrag könne man das Risiko ausreichend verteilen. Das ist natürlich absoluter Nonsens.

Wenn man einen Betrag von 5.000 € auf fünf Dividendenchampions (wie z.B. Procter & Gamble oder Johnson & Johnsen…)  zu je 1.000 € verteilt, hat man bereits eine Verteilung erreicht, die zwar immer noch ein gewisses Risiko beinhaltet, aber man doch als eine recht sichere Geldanlage ansehen kann. Wer sein Geld spekulativ anlegen möchte, braucht natürlich eine breitere Streuung. Aber unser Ziel ist es nicht zu spekulieren, sondern ein möglichst sicheres passives Einkommen zu erzielen.

Ein Verteilung der Investitionen auf fünf Wertpapiere sollte auch lediglich er Anfang des Geldanlegens darstellen. Das Ziel sollte letztendlich sein die Investition zwischen 15 und 20 unterschiedlichen Wertpapieren zu verteilen. Allein wegen den Transaktionsgebühren sollte die Investition pro Wertpapier nicht unter 1.000 € liegen.

Aber was ist, wenn man selbst solche Beträge nicht investieren kann. Man muss und will ja auch von irgendetwas leben. Und nicht jeder hat am Monatsende 500 € oder 1000 € übrig. (Haben übrigens die Wenigsten, ich auch nicht.)

In diesem Fall empfiehlt sich ein Sparplan anzulegen. Und zwar auf ausschüttende ETF. Sparpläne sind oft ab 50 € pro Monat zu haben. Der Vorteil liegt darin, dass die Gebühren in der Regel niedriger sind als bei einer Einmalanlage. Bei der IngDiBa betragen sie z.B. 1,75% des Sparbetrages. Manche Online-Banken bieten auch einen Sparplan in DAX-Aktien an. Diese haben den Vorteil, dass keine jährlichen Gebühren anfallen. Wer sich einen Sparplan allein in Aktien anlegen möchte, sollte allerdings immer in mehrere Aktien investieren (mindestens fünf). Ich habe (unter anderem) einen Sparplan in BASF angelegt, da dieser Konzern eine dividendenorientiere aber verantwortungsvolle Unternehmenspolitik betreibt . (Soweit ich das beurteilen kann.)
Darüber hinaus läuft bei mir ein Sparplan in Henkel und Deutsch Post.

Hätte ich im Monat nur 50 € übrig zum investieren, würde ich in den „db x-trackers STOXX® GLOBAL SELECT DIVIDEND 100“ investieren. Neben einer breiten Streuung bietet dieser ETF eine jährliche Dividende von rund 4% bei jährlichen Kosten von 0,5%.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass du unabhängig davon, wieviel Geld du zum investieren übrig hast, dieses Geld auch investierst. Und wenn es nur 50 € im Monat sind, hast du gute Chancen das du dir bis in 10 – 20 Jahren ein ordentliches passives Einkommen damit aufgebaut hast. Wie hoch dieses pro Monat sein wird, kann dir heute niemand sagen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es sich lohnt schätze ich recht positiv ein. Sonst würde ich ja nicht selbst eine eine solche Anlagenstrategie verfolgen.

Falls es dir wirklich schwer fällt auch nur einen geringen Betrag in ein passives Einkommen zu investieren, empfehle ich dir den Artikel „Alten Krempel in passives Einkommen verwandeln„.

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