Aug 272013
 

Die Low-Five-Strategie ist eine Weiterentwicklung der Dogs of the Dow. Die Idee hatte Michael O‘ Higgins, der sie in seinem Buch „Beating the Dow“ in den Neunzigern bekannt machte. Ich wende diese Strategie mit gutem Erfolg an.

Vorgehensweise

Die Vorgehensweise ist fast so einfach wie die bei den Dogs-of-the-Dow. Es kommt eigentlich nur eine Komponente hinzu, die das Ganze verfeinert.
Und so geht’s:

  1. Man wähle wieder einen Index seines Vertrauens
  2. Es werden auch wieder die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite herausgesucht.
  3. Von diesen zehn Aktien werden jedoch nur die fünf mit dem niedrigsten Kurs gekauft. Das sind dann die sogenannten „Low Five“
  4. Nach einem Jahr werden die Low Five neu ermittelt. Die Aktien, die nicht mehr zu den Low Five gehören,  werden verkauft. Die neu hinzugekommen werden gekauft.
  5. Punkt 4 wird immer nach einem Jahr wiederholt.

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Warum funktioniert diese Strategie?

Die Low-Five-Strategie funktioniert ähnlich wie die Dogs-of the-Dow-Strategie. Es wird zunächst wieder unterstellt, dass Unternehmen mit hoher Dividendenrendite unterbewertet sind. Man profitiert ebenfalls von einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite.

Bei der folgenden Beschreibung gehe ich davon aus, dass keine Aktie in den in den Kreis der Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aufgestiegen oder daraus ausgeschieden ist. Diesen Effekt habe ich bereits in meinem Artikel „Dividendenstrategie: Dogs of the Dow“ beschrieben. 

Hinzu kommt jedoch, dass die fünf Aktien mit dem niedrigsten Kurs gekauft werden. Nun, ein niedriger Kurs ist selbstverständlich kein Qualitätsmerkmal für eine Aktie. Interessant wird der niedrige Kurs jedoch bei der Aktualisierung des Depots. Bei der Dogs-of-the-Dow-Strategie fällt eine Aktie erst dann aus dem Depot, wenn sich die Dividendenrendite (wahrscheinlich) aufgrund der eines steigenden Kurses verringert hat.
Bei der Low-Five-Strategie wird eine Aktie auch verkauft, wenn diese nicht mehr zu den fünf Aktien mit dem niedrigsten Kurs gehört. Die Aktie, die jetzt gekauft wird, ist entweder im Kurs gefallen oder wurde von einer anderen Aktie (die jetzt rausfällt) im Kurs überholt. Dadurch erhält die Strategie eine besondere Dynamik. Ist die neue Aktie im Kurs gefallen, besteht bei dieser die Möglichkeit, dass diese Kurspotential nach oben hat und später mit Gewinn verkauft werden kann, wenn diese Aktie andere Aktien im Kurs überholt hat. Die Aktie kann somit verkauft werden, da nun eine andere einen niedrigeren Kurs und potential nach oben hat.

Es ist auch möglich, dass eine Aktie dadurch in die Low Five kommt, weil deren Kurs zwar (ungefähr) gleichgeblieben oder sogar gefallen ist, aber eine andere Aktie (stärker) gefallen ist. Die Low-Five-Strategie geht nun davon aus, dass die (stärker) gefallene Aktie ein höheres Kurspotential hat und daher ein lohnenswerteres Investment darstellt.

Ziel der Low-Five-Strategie ist sich mit unterbewerteten Aktien immer wieder neu von unten nach oben zu arbeiten.

Oder anders ausgedrückt:

Die Dog-of-the-Dow-Strategie geht davon aus, dass Aktien mit hoher Dividendenrendite unterbewertet sind. Die Low-Five-Strategie geht zusätzlich davon aus, dass Aktien deren Kurs gefallen ist Potential für Kurssteigerungen hat.
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Risiken

Wie auch die bei den Dogs of the Dow bedeuten eine hohe Dividendenrendite nicht unbedingt, dass eine Aktie unterbewertet ist. Auch ein gefallener Kurs bedeutet nicht, dass der Kurs nicht noch weiter fällt. Es besteht daher die Gefahr, dass man „in ein fallendes Messer greift“.
Mit nur fünf Aktien hat man auch eine geringe Risikostreuung
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Fazit

Ich wende die Low-Five-Strategie selbst an. Ich bin daher überzeugt von dieser Strategie und weiß dass sie funktioniert. Man muss sich der Risiken dieser Strategie natürlich bewusst sein. Es ist auch wichtig, dass man noch weitere Aktien im Depot hat und nicht nur die Low-Five-Aktien. Denn ein Depot mit lediglich fünf Wertpapieren hat einfach eine zu geringe Risikostreuung. Als Beimischung eignen sich entweder ein paar Dividenden-ETF oder einige Dividenden-Champions

  One Response to “Dividendenstrategie: Low Five”

  1. […] sinnvollen Strategien im Bereich des Aktieninvestments. Ich hab die Strategie im dem Artikel “Dividendenstrategie: Low-Five” beschrieben und auch begründet, warum diese Strategie […]

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