Dez 222013
 

Tabakkonzerne sind in der Regel gute Dividendenzahler. Imperial Tobacco und British American Tobacco befinden sich sogar unter den europäischen Dividendenchampions. Aber auch Altria und Philip Morris boten in den letzten Jahren eine kontinuierlich  steigende Dividende. Dabei liegen die Dividendenrenditen bei diesen Tabakkonzernen bei über 4%. Selbst bei den Dividendenchampions Imperial Tobacco und British American Tobacco. Das ist für Dividendenaristokraten eine überdurchschnittliche Rendite. Aus diesem Grund setzen viele Dividenden-Blogger auf Tabakkonzerne, wie man an den Musterdepots erkennen kann.

Warum die Rendite so hoch ist kann ich nicht sagen. Vielleicht haben viele Investoren moralische Bedenken in einen Tabakkonzern zu investieren, weil sie ja dann von der Abhängikeit der Raucher profitieren würden. Und dass viele Raucher an ihrer Sucht sterben ist auch kein Geheimnis. Dies würde den Kurs nach unten drücken. Ok, man kann natürlich unterschiedlicher Auffassung sein, ob man Aktien von diesen Konzernen kaufen sollte. Diese Entscheidung möchte bzw. kann ich dem Leser nicht abnehmen.

Bezüglich Tabakunternehmen habe ich andere Sorgen:
Immer mehr Regierungen führen inzwischen einen erbitterten Krieg gegen Tabakkonzerne und Tabakkonzerne geraten immer mehr unter Druck.Raucher. Vor wenigen Tagen einigte sich die EU auf eine schärfere Tabakrichtlinie. So wird es bei uns in Deutschland bald Ekelbilder von Krebsgeschwüren und verfaulten Zähnen auf den Zigarettenpackungen geben. In vielen Nachbarländer gibt es das bereits seit Jahren. Auch wenn das meines Erachtens die Raucher vom Tabakkonsum nicht abhält, zeigt es doch das zahlreiche Regierungen den Tabakkonzernen den Kampf angesagt haben. So dürfen in Spanien die Zigarettenschachteln nicht mehr ausgestellt und müssen unter der Ladentheke verkauft werden.

Australien hat die Tabaksteuern dermaßen erhöht, dass eine Schachtel Zigaretten ungefähr doppelt so teuer ist wie bei uns. Auch in Deutschland wird seit Jahrzehnten die Tabaksteuer Schritt für Schritt nach oben geschraubt. Natürlich nur so schnell, dass möglichst wenige mit dem Rauchen aufhören. Es sollen ja auch die Einnahmen aus der Tabaksteuer gesichert werden.

Ach ja, seit fünf Jahren gibt es ja bei uns das Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Das hat wohl mehr den Kneipenbesitzern als den Tabakkonzernen geschadet, aber es wird an den zahlreichen Maßnahmen gegen Raucher und Tabakkonzernen deutlich, dass der Tabakkonsum massiv bekämpft werden soll.

Und das waren nur einige wenige Beispiele!

Passives Einkommen aus Aktien von Tabakunternehmen

Momentan kann man bei den Tabakkonzernen noch keine negative Auswirkungen erkennen. Nach wie vor steigen bei den Meisten sowohl der Umsatz als auch der Gewinn. Diese Unternehmen sind natürlich auch nicht machtlos und versuchen selbst Einfluss zu nehmen. Die Frage ist jedoch, wie lange das noch so bleibt, und ob sich nicht doch in den nächsten Jahren die staatlichen Maßnahmen negativ auf die Zahlen der Konzerne auswirken. Dann sind auch die Tabak-Dividenden-Aristokraten dazu gezwungen ihre Dividende zu kürzen oder ganz zu streichen.

Darüber hinaus muss man auch beachten, dass die meisten Tabakkonzerne eine hohe Fremdkapitalquote von über 70% haben, und auch daher als Langfristinvestment für ein passives Einkommen nicht unbedingt geeignet ist. Siehe auch „Der Fall der Dividendenstars

Fazit:
Ich gehe davon aus das in Zukunft die Regeln für den Tabakkonsum weiter verschärft werden. Aktien von Tabakkonzernen befinden sich daher nicht in meinem Depot. Ich habe erhebliche Zweifel, ob diese Unternehmen mir auch in der Zukunft ein sicheres passives Einkommen gewähren können. Daher rate ich vom Kauf von Aktien aus dieser Branche ab.

  One Response to “Passives Einkommen mit Tabakkonzernen”

  1. Hallo Sascha,

    in Asien und Südamerika gibt es weit weniger Beschränkungen bezüglich des Tabakkonsums als in Europa oder Nordamerika. Sowohl der Mittelstand als auch die Gesamtbevölkerung wächst in diesen Ländern.
    Bezüglich der „Ekelbilder“ sehe ich eher das Problem, dass die Marke nicht mehr optimal platziert werden kann.

    Bei einem Tabakkonzern, der überwiegend in Europa aktiv, stellt sich für mich auch die Frage ob die Dividenden langfristig gesteigert oder zumindest gehalten werden können.
    Als Nichtraucher halte ich BAT seit 5 Jahren BAT und bin höchst zufrieden.

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