Apr 192015
 
Mit passivem Einkommen durch Dividenden zur finanziellen Freiheit

Das Ziel: Finanzielle Freiheit

Als Blogger schaue ich mir natürlich gerne Blogs und Webseiten anderer Leute an, die sich mit dem Thema „Passives Einkommen durch Dividenden“ befassen. Auch auf diverse „Geldverdien-Seiten“ werfe ich immer gerne einen Blick, auch wenn ich da immer sehr skeptisch über die tatsächlichen Einkommensmöglichkeiten bin.

Auf vielen dieser Seiten geht es um finanzielle Freiheit, und häufig wird ein Weg vorgeschlagen finanzielle Freiheit zu erreichen. In der Regel handelt es sich Network Marketing, Verkauf von Infoprodukten, Affiliate Marketing oder Forexhandel.

Finanzielle Freiheit bedeutet, dass man über so hohe passive Einkommensströme verfügt, dass man keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen muss.

Nun habe ich schon in den Artikeln über Network-Marketing und Forex über die Probleme in diesen Systemen geschrieben. In diesem Artikel geht es nun um diese Themen im Hinblick auf finanzielle Unabhängigkeit.

Network-Marketing
Wer sich ernsthaft über Network-Marketing informiert oder es selbst mal ausprobiert hat, der weiß, dass es sehr schwer ist sich überhaupt ein nennenswerte Einkommen hierdurch aufzubauen. Die allermeisten Networker machen durch ihr Geschäft nur Verluste.
Aber angenommen man gehört zu dem einen Prozent der Networker (wahrscheinlich sind es weniger), die wirklich davon leben können, muss man sich fragen: Ist das wirklich finanzielle Unabhängigkeit? Nun, auch erfolgreiche Networker müssen ständig ihre Downline bei Laune halten, immer wieder neue Leute werben und dafür sorgen, dass die Produkte des Unternehmens gekauft werden. Längere Zeiten der Untätigkeit können dazu führen, dass die Downline und damit die Einnahmen zusammenschrumpfen. Eine auf Dauer von selbst wachsende Downline ist ein Luxus, den nur wenige Networker erreichen. Eher muss ein erfolgreicher Networker darum kämpfen seine Downline zu erhalten.
Darüber hinaus kam es in der Vergangenheit immer mal wieder vor, dass erfolgreiche Networker plötzlich aus irgendwelchen Gründen aus dem Unternehme gekickt wurden und wieder von vorne bei einem anderen Unternehmen anfangen mussten. Und häufig verschwinden Network-Unternehmen plötzlich von der Bildfläche.
Ich denke wirkliche finanzielle Unabhängigkeit sieht anders aus. Ich will nicht behaupten, dass es nicht möglich ist finanzielle Unabhängigkeit durch diese Geschäftsmöglichkeit zu erreichen, aber die Wahrscheinlichkeit hierfür schätze ich als sehr gering ein. Und irgendwie ist man immer von seinem Networkunternehmen und von seiner Downlines abhängig.

Wer im Network-Marketing arbeitet sollte sich auf alle Fälle eine gewisse Eigenständigkeit erhalten. Dies kann durch eine große Email-Liste oder einen erfolgreichen Blog erfolgen. So kann man sich schnell eine neue Downline bei einem neuen Network aufbauen. Dies ist aber nur durch dauerhafte Arbeit möglich.

Forex
Beim Forexhandel spekuliert der Trader auf die Kursentwicklung einer Währung im Vergleich zu der einer anderen Währung. Dabei wird mit einem Hebel gearbeitet, der in der Regel zwischen 1:100 und 1:400 liegt.
Die dauerhafte Gewinnmöglichkeiten beim Forex tendieren gegen Null. Dies scheint auf jeden Fall der Konsens zu sein in diversen Foren. Niemand kann voraussagen wie sich die Kurse in den nächsten Minuten, Stunden oder Tage verhalten. Die gängigen Strategien und Indikatoren versagen zu oft, um sich darauf verlassen zu können.
Und das Forexhandeln ist Arbeit. Das hat nichts mit passiven Einkommen zu tun. Man sitzt stundenlang vor dem PC und beobachte Devisenkurse immer mit der Angst sich einen zu großen Verlust einzufahren.
Selbst Forex-Experten haben oft genug Probleme damit, langfristig Gewinne mit dieser Handelsform zu erzielen.
Ich halte den Forex handel für einen sehr schlechten Weg um finanzielle Unabhängigkeit zu erzielen.

Da sich dieser Blog mit passivem Einkommen durch Dividenden beschäftigt, liegt es auf der Hand, dass ich es als die sinnvollste Möglichkeit ansehe in gute Dividendenaktien zu investieren. Wer eine breit gestreutes Depot solcher Dividendenaktien hat, hat auch ein passives Einkommen, auf das er sich verlassen kann. Unabhängig von Network-Unternehmen, Downline, Kursentwicklungen und anderen Menschen.

Sep 292013
 

Schon einige Male habe ich geschrieben, dass man viel Geduld und Disziplin braucht um sich ein passives Einkommen mit Dividendenaktien aufzubauen. Leicht gerät man dabei in Versuchung diesen Weg abkürzen zu wollen. Eine dieser Abkürzung heißt Forex. Dort handelt man mit Währungen. Durch einen dreistelligen Hebel  wirken sich selbst geringe Kursschwankungen sehr stark auf den Gewinn oder Verlust aus, den man mit einem Trade einfährt. Zahlreiche Forex-Gurus versuchen ihnen (oft) teuere(s) Kurse, Ebooks oder Trainingsmaterial zu verkaufen. Auch Forex Roboter (Expert Adiser), die in den Metatrader integriert werden und automatisch nach bestimmten Formel automatisch handeln, sind ein Verkaufsschlager. 

Wie funktioniert der Forexhandel?
Um mit Währungen zu handel benötigt man ein Konto bei einem Broker. Ist man dort angemeldet, kann man sich sich einen Metatrader herunterladen in dem die einzelnen Charts angezeigt werden und in dem man die einzelnen Trades eröffnen oder beenden kann. Dabei setzt man auf Währungspaare wie zum Beispiel Euro und Dollar. Bei einem Trade wettet man darauf ob der Kurs der ersten Währung (hier: Euro) im Vergleich zum Kurs der zweiten Währung (hier: Doller) steigt oder fällt. Dies zum einen von den Trades der anderen Teilnehmer und zum anderen von aktuellen Ereignissen abhängig. Wie schon gesagt wirken sich bereits geringe Kursschwankungen sehr stark auf Gewinn oder Verlust aus, so dass enorme Gewinn- aber auch enorme Verlustrisiken bestehen. . 


Warum halte ich nicht wirklich viel vom Forexhandel? 
Forextrader bezeichnen sich oft als Investoren. Aber das sind sie nicht. Sie sind Zocker, die entweder auf „buy“ oder „sell“ setzen. Dabei wetten sie darauf, dass der Kurs einer Währung gegenüber dem Kurs einer anderen Währung entweder steigt oder fällt. Ich sage nicht, dass das schlecht oder verwerflich ist. Nein, ich finde das sogar völlig in Ordnung. Ich behaupte nur, dass es für einen Normalbürger kaum möglich, langfristig Gewinne erzielen. Das hat folgende Gründe:

  1. Unzuverlässige Chartanalyse 
    Da Sie nicht in Sachwerte investieren, müssen Sie sich zum großen Teil auf Charttechniken (Technische Analyse) verlassen. Durch die Chartanalyse wird der Trend bzw. werden Indikatoren festgestellt, die dann voraussagen sollen, wie sich der Kurs mit großer Wahrscheinlichkeit entwickeln wird. 
    In zahlreichen Büchern und auf etlichen Webseiten können Sie lernen, woran Sie erkennen können, wie sich der Kurs in der nächsten Zeit entwickelt. Allerdings wird in der Regel auch im Rahmen dieser Darstellungen erwähnt, dass sich der Kurs trotz der Signale auch in die andere Richtung bewegen kann. 
    Wer soll mit diesen Informationen arbeiten? „Unterschreitet der Kurs die Supportlinie fällt er wahrscheinlich noch weiter, aber er könnte auch steigen.“, lautet die Quintessenz der zahlreichen Forexschulen und Fachbücher. In den dort vorgestellten Beispielen passt natürlich alles perfekt: Die Signale sind klar zu erkennen und die festgestellte Kursentwicklung hat sich natürlich bewahrheitet. 
    Versuchen Sie das jedoch mal selbst nachzuvollziehen und schauen Sie, wie sich der Kurs danach entwickelt. Sie werden staunen und dabei feststellen: Es gibt keine Regeln, auf die Sie sich verlassen können. Sie wissen nie wann und wie weit eine Korrektur des derzeitigen Trends erfolgt, oder ob nicht gerade ein Trendwechsel bevorsteht. Indikatoren erweisen sich als Luftnummern. Von den zahlreichen Interpretationsmöglichkeiten der Indikatoren will ich gar nicht anfangen. 
    Schauen sich einmal einen Chart an. Sie werden sehen, dass sich der Kurs sehr oft plötzlich in die andere Richtung bewegt als erwartet. Manchmal sogar ganz schön gewaltig. Dazu kommt, dass sich Indikatoren in der Regel widersprechen, je nachdem welche Strategie man verfolgt oder welches Zeitfenster man heranzieht. Selbst wenn sich eine weitgehende Übereinstimmung ergibt, wird man danach feststellen, dass sich der Kurs dann doch in eine völlig unerwartet Richtung entwickelt hat. 
    Die meisten Forex-Infoseiten geben völlig offen zu, dass es keine sichere Technik gibt, mit der Gewinne erzielen kann. 
    Fazit: 
    Chartanalyse ist Kaffeesatzleserei!
    .
  2. Wetten gegen die Profis 
    Wer mit Währungen handelt geht eine Wette ein. Sie wetten aber nicht nur gegen andere Normalbürger, sondern gegen echte Profis. Diese Profis machen den ganzen Tag nichts anderes als zu spekulieren. Sie haben jahrzehntelange Erfahrungen, wissen wie man als Erster an relevante Informationen gelangt und wie man diese umsetzt und haben jeden stundenlang Zeit den Markt zu beobachten und zu analysieren. Oft sitzen diese Leute auch an wichtige Informationsquellen. 
    Und gegen diese Profis wollen Sie antreten? Glauben Sie wirklich, dass Sie mit Ihren Trades richtig liegen, während die Forex-Profis sich irren? 
    Das ist so als würden Sie als Hobbyschachspieler gegen die Teilnehmer der Schachweltmeisterschaft antreten und ihr Geld darauf setzen, dass Sie gewinnen. Das wäre Wahnsinn. Aber geblendet vom schnellen Geld lassen sich etliche auf dieses Spiel ein. 
    .
  3. Kaum einer schafft es 
    Versuchen Sie mal Personen zu finden, die vom Forexhandel leben. Es soll solche Leute geben, aber man liest kaum etwas über sie. Ich persönlich halte die Zahl für sehr, sehr gering. Falls Sie jetzt doch die eine oder andere Person gefunden haben, schauen Sie wie viele es davon vom Hobbytrader zur finanziellen Unabhängigkeit gebracht haben. Spätestens jetzt werden Sie wahrscheinlich niemanden finden. Hören Sie sich in Forex-Foren um. Sie werden dort niemanden finden, der auch nur annähernd vom Forexhandel leben kann.  
    Sie finden aber unzählige Leute, die darüber klagen, dass sie, obwohl sie sich intensiv mit der Thematik beschäftigt haben, zahlreiche Bücher gelesen und auf etlichen Webseiten und Foren sich informiert haben, nach wenigen Wochen ihr komplettes Konto verzockt haben. 
    Eine Überlegung: 
    Wer müsste eigentlich zu den absoluten Forex-Cracks gehören? Das müssten doch Leute sein, die eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich des Finanz- und/oder Bankenwesens absolviert haben und daher wissen müssten, wie man Finanznachrichten umsetzt, oder wie man Charts liest. Seltsamerweise stehen diese Leute offensichtlich lieber am Bankschalter oder sitzen in ihrem Büro anstatt ihr Wissen umzusetzen und sich am Devisenmarkt innerhalb weniger Jahre in ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit unter Palmen in der Hängematte zu traden. 
    Darüber sollte jeder Forexanfänger nachdenken. 
    Es gibt zwar zahlreiche Versprechungen vom Forextrading leben zu können, meistens geht es auf solchen Seiten darum irgendeinen Kurs zu verkaufen oder ein Brokerkonto zu eröffnen. 
    Wer von Forex lebt, tut es nicht durch das Traden, sondern indem er Bücher darüber schreibt, Forexseminare hält oder ein Broker ist.

Auf einer Forexseite konnte ich sogar lesen, dass Forextrading sicherer wäre als eine Investition in Aktien. Als Begründung wird angeführt: „Mit einer Aktie kann man einen Totalverlust erleiden, mit Forex ist das nicht möglich.“ 
Das ist lustig. Vor allem wenn man bedenkt, dass Forextrader mit einem Hebel im dreistelligen Bereich hantieren, der einem das Konto innerhalb weniger Stunden leerräumen kann, wenn man nicht aufpasst. Das ist mit einer Aktie kaum möglich. Wer in Aktien investiert erhält dafür einen Sachwert dafür. Wer einen Forextrade eröffnet erhält…. keine Ahnung. Eigentlich nichts.

Wer unbedingt den Forexhandel erleben möchte, dem empfehle ich erstmal ein paar Monate auf einem Demokonto mit Spielgeld zu handeln. Bei den Meisten wird das schon ausreichen, um sie von dem Verlustpotenzial des Forextradings zu überzeugen. 
Wer dann immer noch mit Echtgeld handeln will, dem rate ich dringendst niemals mehr als 5% des verfügbaren Vermögens auf das Brokerkonto einzuzahlen. Denn wer mit seinem hart verdientem Geld handelt, hat automatisch noch mit einigen psychischen Aspekten zu kämpfen, die das Traden nicht einfacher machen.

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